Schreibfehler im Text schenk ich dir.

Wie immer geht es mir mehr um Inhalte, als um die korrekte Form.

 

Von der Vollkommenheit

über das Leid und zurück

 

Es geht vor allem anderen um Selbstheilung

 

In Asien herrscht die Sicht, dass Kinder vollkommen auf die Welt kommen, der Mensch während des Lebens erst degenriert, bis er dann im Augenblick des Todes wieder in die Vollkommenheit übergeht.

 

Ich sehe es ähnlich. Werden wir im absoluten Trauen, in absoluter Liebe und voller Kreativität und der Fähigkeit alles zu lösen geboren, so schaffen es die meisten von uns sich zu etwas zu verbiegen das dem konträr gegenüber steht. So lange, bis wir uns bewusst werden, dass es Wichtigeres im Leben geben muss als das, womit mir uns bisher befasst haben.

 

Von meinen Erlebnissen und den resultierenden Erkenntnissen auf diesem Weg erzähle ich hier. Wobei ich nicht auf irgedein Recht pochen möchte DIE Wahrheit zu wissen. Mir geht es nicht um Recht! Habe ich doch schon mit meiner Meinung satt und genug zu tun.

 

Bewusstseinswandel

Wenn ich mir die Frage stelle: „Womit begann mein bewusster Bewusstseinswandel?“, kommt mir die Zeit im Jahr 2006 ins Bewusstsein, als ich des Films „Bleep – Wir wissen, dass wir nichts wissen“ gewahr wurde. Damals gab es diesen noch nur in englischer Sprache und ich hatte sicher maximal etwas mehr als die Hälfte von dem Erfasst, was zu erfassen ist. Doch es war trotzdem bereits so viel, dass ich dachte: „Und jetzt? Alles was ich bisher gelernt und woran ich geglaubt habe ist jetzt für´n Arsch?“

 

Die Wortwahl drückt an sich bereits aus, wo ich stand, obwohl ich mit 16 klinisch tot war, den Tod meiner Freundin, meines Opas und den eines Vaters einer Freundin erlebt hatte. Dies alles wiederum erlebte ich zwei Jahre, nachdem meine Mutter mich nachts aus dem Bett riss, nur mit einem Schlafanzug bekleidet auf die Straße setzte und mir sagte, ich hätte keine Mutter mehr, solle mir nun ein neues Zuhause suchen und mich nach flehentlichem Weinen doch wieder einließ. - Zur Ehrenrettung, von ihr und von mir sei gesagt, sie wusste nicht was sie tat und gab dem nach, was aus ihrer Sicht die einzig passende und wirksamste Handlung war.

 

Davor, in meiner Kindheit, ging meine Mutter mit mir zu einer Uni-Klinik, um abklären zu lassen, was bei mir psychisch nicht in Ordnung sei. Und da das Ergebnis „Ihr Sohn ist hochbegabt und hat einen IQ von 160 … Sie erdrücken ihn mit Zuckerbrot und Peitsche.“ nicht gefiel, hatten die Psychologen eben Unrecht und sie ihre „Ruhe“. Irgendwo dazwischen kam noch ein halbherzuger Selbstmordversuch von mir dazu…

 

Ich habe also bereits als Jugendlicher viel erlebt und hatte Erfahrungen, die andere ein ganzes Leben nicht machen und doch auch wieder weniger als noch andere Menschen.

 

Dies brachte es mit sich, dass ich immer öfter nur das tat, was ich wollte und mich so mehr und mehr, gerade auch durch meine Verlustangst durch die ich mich antrieb gesteuert, zum Egomanen entwickelte, der in flüchtigem Spaß den Lebenssinn gefunden zu haben glaubte.

 

Mit 18, während meiner Ausbildung zum Masseur u. med. Bademeister wurde ich eines Buches Gewahr, dank dem ich, wenn ich anders gewesen wäre, 30 Jahre Leid weitestgehend hätte außen vor lassen können. Es handelt sich um das Buch „Johannes“ aus dem Lucy Körner Verlag. Doch tickte ich eben wie ich tickte. Und so brauchte ich noch viel mehr Schmerz und Leid, um endlich inne zu halten und mich bewusst grundsätzlich zu ändern.

 

2006 erst, durch die vorab benannte Gewahrwerdung der von mir erfassten, bzw. interpretierten Inhalte des Films „Bleep“ erlebte ich einen völligen emotionalen und nervlichen Absturz. Ich fühlte mich der Art ohne Kontakt zu mir selbst, wie auch zu anderen. Und voller Zweifel. So arg, dass ich mich sogar in eine Psychiatrie einweisen lassen wollte.

 

In der Nacht vor der Einweisung lag ich lange wach und machte mir grundsätzliche Gedanken, die dazu führten, dass ich zur Erkenntnis kam, durch eine Einweisung auf einer weiteren Ebene, also noch umfassender als bisher,  meine Ursächlichkeit für mein Leben und mein Erleben übersehen und mein Leben noch mehr in die Hände anderer legen und mich also noch umfassender zum Opfer mache würde. Vom Grundsatz her wollte ich jedoch endgültig die Regie in meinem Leben führen, denn mich als Statist hin und her geschubst zu erleben und weiterhin jede Ursache von mir zu weisen.

 

Ich befand mich gerade in der Weiterbildung zum Heilpraktiker. Ergo lag es für mich nahe, mich natürlich behandeln zu lassen. Bachblüten bei Ängsten waren für mich damals die erste Wahl, wenn es um die Selbstheilung geht. Also ging ich zu einer Ausbilderin und ließ mich behandeln.

 

Die Therapie half schnell und sanft. Binnen Wochen war ich mir klar, den passenden Weg zu gehen. Zumindest überwiegend. Denn die Ausbildung zum HP brach ich danach ab. Ich hatte es wohl satt, dass ich immer wieder nur lernte Symptome zu erkennen, auszuschließen und behandeln zu „dürfen“.

 

Es folgte ein umfassendes Selbststudium mit Hilfe von Filmen und Büchern. Erstmalig nutzte ich das Internet hierfür.

 

Die Gewahrwerdung des Buches „Intelligente Zellen“ von Bruce Lipton, wie auch eine Weiterbildung als Coach im Bereich der energetischen Psychologie, „Psych-K“, führten auch zur Entwicklung meiner Behandlungsmethode „Der Sanfte Weg“ - Auch als eBook erhältlich.

 

Alles in allem schaffte ich es irgendwie, obwohl noch immer extrem verkopft, wieder ruhiger zu werden. Allerdings, egal was ich anging, meine Einkünfte gingen immer mehr in den Keller.

 

Ich machte eine Weiterbildung zum Indoor-Kletter-Trainer und eine als Kinder-Yoga-Lehrer. Im Bewusstsein, dass ein Bewusstseinswandel einfacher zu erleben ist, wenn Kinder diesen mitmachen, da diese ihn offener angehen können als Erwachsene Menschen. Nichts half die Einnahmen wieder aufzubauen.

 

Doch bekam ich weitaus mehr als Geld. Ich fand und akzeptierte die Erkenntnis, dass ich shamanische Wurzeln habe und wurde mir der bedeutendsten Grundregeln meines Lebens bewusst.

 

„Die Lösung ist immer im Raum.“ Heißt es bei den „Kahunas“, einem indianischen Volk. Weitere Grundaussagen sind:

 

1.   Der Mensch, mit dem du dich jetzt befasst, ist der Wichtigste für dich.

 

2.   Das was du gerade erlebst ist das Wichtigste für dich.

 

3.   Jetzt ist der wichtigste Zeitpunkt für dich.

 

Allerdings lernte ich zu diesen Erkenntnissen Beate kennen. Mir ihr bin ich heute Eltern dreier wundervoller Söhne. Damals gab sie mir all ihre finanziellen Rücklagen und blieb bis heute an meiner Seite. So lange, wie niemand sonst in meinem Erwachsenenleben. Sie war eine Frau, die sagte, dass sie mit mir lieber unter einer Brücke schlafen würde, als mit jemand anderem leben zu wollen. Ok, inzwischen haben wir alle möglichen Stadien der Beziehung durch. Ob verbale oder gar körperliche Gewalt, ob Trennungsgedanken und bereits vollumfassende geplanter Ablauf der Trennung, wie auch, wie wir danach mit den Kindern weiterhin umgehen wollen, etc.

 

Sie war damals maßgeblich die Stütze für mich, dank der ich einige Jahre extrem viel lass, mich naturwissenschaftlich, spirituell, politisch, juristisch, landwirtschaftlich, sozial und ökologisch weiter bildete. Auch dank ihr, bin ich heute da, wo ich bin.

 

Dank ihr hab ich mich auch erstmalig getraut mich näher mit dem Thema „Gott“ zu befassen. Das Buch „Gespräche mit Gott“ half mir so einiges in mir Gewahr zu werden und zu ändern. Ähnlich wie die Buchreihe „Celestine“.

 

Danke, Beate, an dieser Stelle. Ich weiß, die letzten acht Jahre waren extrem hart, doch wir sind noch immer zusammen und wir werden zusammen auch aus diesem Tal steigen und die Früchte unseres zum Teil sehr schmerzlich erlebten Lebens ernten. Wobei, dabei sind wir wohl bereits, wenn ich die Entwicklung des letzten Jahres passend auslege.

 

"Wir wollen etwas ändern? Ändern wir uns also selbst!"

 

Da nach meiner Meinung alles eine Spiegelung ist, um mich selbst hinterfragen zu können, macht es Sinn auch zu erfassen, dass ich an allem einen Anteil habe. Damals, vor nunmehr 12 Jahren, Stand Ende 2018, lebte ich inzwischen überwiegend in dem Luxus eines buddhistischen Bewusstseins der Gelassenheit und nutzte eine Worthygiene, dank der das Wort "Scheiße" beispielsweise nicht mehr vorkam.

 

Drei Jahre später bemerkten Beate und ich, wie wir Lutz zeugten. Für mich war es schon das zweite Mal, dass ich merkte ein Kind gezeugt zu haben, für Beate das erste und für uns beide nicht das letzte Mal.

 

Für uns war dieses Erlebnis jedenfalls der Grund uns bewusst daran zu machen, wie wir mit dieser grundsätzlich anderen Situation, mit einem dritten Menschen im Bunde sozusagen, dazu beitragen können, ein anderes, ein direkt hilfreiches Miteinander vorzuleben.

 

Alles beginnt bei einem selbst. Das war uns schon lange klar. Dass manche Tonnen von Theorie brauchen, um nur ein paar Gramm Praxis umzusetzen, hörte ich in einem Ashram. - Dass ich eine extrem hohe Auffassungsgabe und ein sehr schnell agierendes Umsetzungstalent habe, sollte jetzt und auch weiterhin absolut hilfreich, wie auch absolut hinderlich sein.

 

Auch war uns bereits bewusst, dass alles Energie ist, womit alles, auch unsere Gedanken und Worte, Samen sind, die auf anderes reagieren und entweder mit erschaffen was wir ablehnen, in dem wir dagegen denken, oder erschaffen was wir uns wünschen, in dem wir uns für das einsetzen, was wir erleben wollen.

 

Wir hatten also erfasst, dass jeder Mensch ein Meister ist, der übt, wie ich während meiner Tage in der Grundeinkommensszene las. Die einen, wozu auch ich immer noch gehörte, übten sich fleißig im erschaffen dessen, woran sie litten, andere erschaffen überwiegend Fülle und Freude. Da wollten wir bewusst auch hin!

 

Doch fanden wir den Weg nicht, bzw. brauchten acht als sehr lang und schmerzlich empfundene Jahre! Karma? Durchaus möglich.

 

Der Weg, den wir uns wünschten sollte zeichnete sich erst 6 Jahre später ab. Nämlich während der ebenfalls irgendwann abgebrochenen Ausbildung zum „Biodynamischen Craniosacraltherapeuten“.

 

Mir war zwischenzeitlich bewusst geworden, dass ich als gelernter Masseur diverse Weiterbildungen mitgemacht hatte, um meinen Kunden umfassender helfen zu können. So viele, dass ich zur Erkenntnis kam, dass ich für andere im Wesentlichen ein Zufriedenheitsentwicklungshelfer, wie ich für mich ein Zufriedenheitsentwickler sein kann.

 

Es war also das 3. Jahr des Wassermannzeitalters, in dem ich erfasste, dass es darum geht, dass Denker ins Fühlen kommen können und Fühlende ins Denken, um den Antrieb des Anderen erfassen und nachempfinden zu können.

 

Was ich bis zum Beginn meiner Ausbildung zum Biodynamischen Craniosacraltherapeuten gemacht hatte, war den intellektuellen Weg zu gehen, um Heilung von anderen zu erhalten und immer öfter zu erfassen, dass es grundsätzlich (nur) um Selbstheilung geht und ich andere folglich nicht heilen, sondern für sie ausschließlich heilhilfsmäßig tätig sein konnte. Die Umsetzung funktionierte auch immer öfter. Allerdings aus meiner damaligen Sicht heraus mehr schlecht als recht, um es bewertend zu formulieren.

 

Es war also an der Zeit, dass ich mich umfassender meiner Ängste und Traumen stellte. Ängste und Traumen, die bereits seit 48 Jahren in mir nach Aufmerksamkeit riefen und die, wie ich heute glaube, intellektuell niemals zu heilen sind, da Emotionale Wunden auch nur emotional heilen können. Was ich ab diesem Zeitpunkt erleben konnte, war nicht mehr und nicht weniger, als die radikalste Selbstheilung in mir, die ich je erlebt habe.

 

Wie hilfreich, dass ich längst erfasst hatte, dass ich weder Geist noch Körper bin, sondern, dass ich diese Werkzeuge lediglich habe, um sie nutzen zu können, damit ich mich selbst erfahren kann.

 

2010 hatten wir die nächste Herausforderung: Ab jetzt mit einem Kind!

 

Ergo galt es zu erfassen, ab wann ein Säugling beginnt seine Umgebung wahr zu nehmen und wir also ein bewusst friedvolleres Miteinander vorzuleben hatten, bzw. wenn es doch einen Konflikt gab, diesen lösungsorientiert anzugehen. Doch erwies sich wieder einmal, dass die Theorie „Marx“ und die Praxis „Murx“ ist, wenn Bewusstsein und Erkenntnis nicht zusammen passen.

 

Der Craniosacralrhytmus und die Selbstheilungskräfte

 Sechs Jahre später, und inzwischen mit drei liebens- und auch hassenswerten, Jungs gesegnet, wurde ich gewahr, dass es einen Rhythmus, ein System in uns gibt, das weitaus profunder ist, als das bilogische System. Hierbei handelt es sich um das sogenannte Craniosacralsystem. „Cranium“ ist die lateinische Bezeichnung für den Schädel. „Sacrum“ ist die für das Kreuz. Es geht also um den Bereich zwischen Schädel und Kreuz(bein). Denn dies sind grundsätzlich die Punkte, zwischen denen sich dieses System befindet.

 

Da das Bewusstsein über das Vorhandensein des Craniosacralsystem (CSS) und des ihm zu Grunde liegenden universellen Systems für mich ein Momentum ist, welches ich nutze, um meinen Bewusstseinswandel seither rapide zu beschleunigen, wie es des Weiteren Leben überhaupt erst möglich zu machen scheint, gehe ich nachfolgend sehr detailliert darauf ein.

 

Was hat es mit dem CSS auf sich, dass es wichtiger sein soll als das Herz-Kreislaufsystem und das Gehirn? Ist der Glaube in der Medizin, mit Wissenschaft hat das längst nichts mehr zu tun, doch der, das Her und Hirn DIE Ursache für Leben sind.

 

Nun, das Wirken des CSS kann lange bevor der Herzschlag erfasst werden kann gefühlt werden. Und nach dem Tod eines Menschen ist es bis zu drei Wochen nach dem Herzstillstand noch erlebbar. Es wird gesagt, dass das Craniosacralsystem der Wandler der universellen Lebensenergie zur individuellen Lebensenergie und die Ursache zur Selbstheilung ist.

 

Bei Menschen mit starken Depressionen beispielsweise ist der craniosacrale Rhythmus (CSR) selbst bei intensivem Einfühlen während eines körperlichen Gehaltenwerdens kaum noch fühlbar. Bei Menschen die absolut aus ihrem Potential heraus erlebbar sind, kann der CSR bereits erlebbar sein, obwohl dieser Mensch noch nicht einmal den Raum betreten hat. - Bitte, was? Ja. Doch der Reihe nach.

 

Schon 1945, bei der Erforschung des Schleimpilz wurde erstmalig per Bandaufnahme festgehalten, was sich die Wissenschaftler bis heute nur sehr selten erklären wollen. Die Flüssigkeit im Schleimpilz wanderte 50 Sekunden in die eine und danach 50 Sekunden in die andere Richtung. Egal was der Wissenschaftler dem Pilz antat, ob Eustreß oder Disstreß, der Rhythmus ist nicht beinflussbar. Entweder er ist vorhanden oder eben, weil Pilz tot, kurz darauf nicht mehr. Warum der CSR beim Menschen so lange nach Herzstillstand zu erfassen sein kann und beim Schleimpilz schon sehr schnell nicht mehr optisch erlebbar ist, wie auch, ob dies ein Apfel ist, den ich mit einer Birne vergleiche, ist mir nicht klar. Aber ich brauche grundsätzlich nur noch wenig intellektuell zu erfassen, wie mir scheint.

 

Es wird davon ausgegangen, dass es sich hier um die Lebensenergie handelt. Also die Energie, die Leben erst möglich macht. - Das Video als Beweis für das Vorhandensein dieses Rhythmus existiert noch immer bei „Youtube“!

 

Diese universelle Lebensenergie, nenn sie „Gott“ oder „Natur“ oder wie auch immer, trifft nun in unserem Körper auf das zentrale Nervensystem. Dieses wird gebildet aus den vier Ventrikeln des Gehirns, in denen der Liquor (Rückenmarksflüssigkeit) gebildet wird, der das Gehirn und das Rückenmark umgibt und es vor Verletzungen schützt. Dieses Gesamtsystem ist von zwei Häuten umgeben. Eine liegt dem Gehirn, bzw. dem Rückenmark an und eine begrenzt den sich durch diese Häute gebildeten Hohlraum nach außen hin.

 

Hier wird nun der „Starkstrom“, die „universelle Energie des Lebens“ in „Haushaltsstrom“, also in die individuelle Lebensenergie, gewandelt. Diese pulst im Allgemeinen in einem 12 Sekunden Rhythmus. Allerdings ist dieser Rhythmus beeinflussbar!

 

Wird ein Trauma erlebt, schlägt sich diese Energie irgendwo im Körper nieder. Wahrscheinlich da, wo sie zu diesem Zeitpunkt optimal Raum finden kann. Sie kapselt sich dort scheinbar ein und erschafft nun mit der Zeit ein sogenannt „träges Fulcrum“.

 

Ein Fulcrum ist per Se ein Ort, um den herum Bewegung organisiert wird.

 

Träge Fulcren jedoch wirken sich als „Störfelder“ aus, die der Puls des CSR nicht „einfach so“ durchdringen zu können vermag. Vielleicht wartet der CSR aber auch auf den passenden Zeitpunkt und schützt seinen Menschen so lange vor der Energie der Auflösung des Trägen Fulcrums, bis dieser der Art so weit ist, sie verkraften und sich dank ihr weiter entwickeln zu können. Möglicherweis umfließt, umspült der Puls des CSR, welcher in Flüssigkeiten, Geweben und Knochen fühlbar ist, das träge Fulcrum lediglich, wie Buhnen, Wellenbrecher am Meer, von den Gezeiten umspült werden, auch und heilt bereits so im Unbewussten das Trauma.

 

Es gibt die These, dass diese trägen Fulcren, bzw. die Energie des in ihnen verkapselten Traumas, die Ursache für viele unserer Erlebnisse und eben auch für Symptome sind. Unabhängig ob körperlich oder psychisch. Scheinbar sucht das Trauma damit durch das Träge Fulcrum darum, Aufmerksamkeit des betroffenen Menschen zu wecken.

 

Leider lernt das kein Heilpraktiker und kein Arzt während seiner Ausbildung zum Heilpraktiker oder Arzt. Geschweige denn Heilhilfskräfte wie Schwestern oder Pfleger. Auch Psychologen haben in der Regel keinen blassen Schimmer hiervon. Denn in all diesen Berufen wird aus meiner Sicht heraus im Wesentlichen Differentialdiagnose vermittelt, um die Finanziers der Pharmaindustrie monetär reicher zu machen. Beim HP wird sie genutzt, damit er „schwerwiegendere Krankheiten“ dem Arzt überlässt und bei beiden, damit sie brav das anwenden, was die Pharma-Industrie so alles anbietet. Von Homöopathie-Globuli bis hin zur Abart des Senfgases, was noch heute bei der Chemotherapie eingesetzt wird, ist alles dabei. Ach ja, und auch das Wegschneiden von dem, was Ärzte als „unnatürlich“ und des Wegschneidens Wert erachten. Und sei es auch nur eine Verkapselung von einem Tumor, die von immer mehr Menschen als ein Abschluss einer leidvollen Erfahrung erfasst wird, die dann interessanter Weise wieder akut wird, wenn der Tumor herausoperiert worden ist. An derselben oder einer anderen Stelle. Vielleicht kann hier die Theorie der „trägen Fulcren“ helfen Leid zu mindern und Operationen überflüssig zu machen? Aber seit wann geht es in der Pharmazie um Heilung? Mir scheitn es geht lediglich darum die Kuh zu melken.

 

Was für eine Revolution, wenn gelehrt würde, wie Krankheiten entstehen und, dass es nie um Heilung, sondern immer um Selbstheilung und Heilhilfe geht! So mancher „Heiler“ würde sein Ego in den Griff bekommen und erfassen können, was er da tatsächlich macht oder eben nicht macht.

 

Wird beispielsweise während einer Sitzung mit Hilfe der Biodynamischen Craniosacraltherapie in das menschliche System des Kunden hineingefühlt, können Symptome überall im Körper ertastet werden, obwohl der Körper evtl. an einem weit entfernten Punkt, z.B. dem Schädel leicht und haltend, ja tragend, behütend berührt wird.

 

Auch können die trägen Fulcren erfasst und das „Gesamtsystem“ eingeladen werden, sich von dem darin befindlichen Trauma zu lösen. Womit mitunter die Psychotherapie obsolet werden könnte, die zwar die Folgen von Traumen behandelt, aber dank der nicht die Fähigkeit vermittelt wird ein Trauma selbst zu heilen.

 

Warum schreibe ich das? Um bewusst zu machen, was alles bereits gewusst aber aus dem Mainstream, wahrscheinlich ebenso bewusst, herausgehalten wird. Und, um aufzuzeigen, dass der Menschen, wenn er bei sich anfängt, seine Traumen zu lösen, auch dazu beiträgt seine Nachkommen mit weniger Traumen zu belasten. Wie auch, sein Erleben, erst kaum merklich, später umso drastischer, zu ändern.

 

Herrschaft und Untergebenheit

 Wer so etwas erfasst, wird zunächst, wenn er das entsprechende Bewusstsein zum Ausdruck bringt, entweder abgestoßen, weil nicht sein kann, was er nicht als „wahr“ in seinem Bewusstsein abgespeichert hat – wie ein Speicher im PC Programme abspeichert - oder eben absolut angezogen, weil er ein Bewusstsein der Manipulation und Ausbeutung erlebt und dazu beitragen möchte ein System des heilsamen Miteinanders zu etablieren.

 

In jedem Fall ist es, wie ich denke, wichtig zu erfassen, wie wir leben und wessen Leben wir leben. Leben wir unser eigenes Leben und tun das, was aus uns selbst heraus nach Ausdruck ruft, sind also mündig und somit unbqeuem und Herr unserer Emotionen? Oder leben wir ein aus meiner Sicht unmündiges, da auf Bequemlichkeit und Angst aufgebautes Leben, in dem wir für andere Arbeiten, ihnen helfen das Geld weiter von „unten“ nach „oben“ umzuschichten, uns mit einem Schmerzensgeld abspeisen lassen und anstatt unsere Bedürfnisse zu erfassen und zu befriedigen suchen, von einer Ersatzbefriedigung zur nächsten hasten, genauso wie der Heroinjunkie von einem Trip zum anderen. Sind wir also Mensch oder Konsument?

 

Zurück in die Vergangenheit. 2010, als wir bewusster werden wollten, um dem in meiner Frau heranwachsenden neuen Leben maximal helfen und selbst möglichst mündige Erdenbürger werden zu können, hatten wir uns also auch bereits bewusst über die Strukturen der Herrschaft und der Untertanen zu werden. Wie herrschen sie? Gibt es strukturelle Gewalt und wenn ja, wie wirkt sie sich aus? Wieso lassen wir dies überhaupt zu?

 

Ganz wesentlich ist es für uns erfasst zu haben, was für eine Konsequenz es hat, Gedanken Einsteins zu folgen, die da lauten: „Alles ist Energie“, „Wir ernten was wir säen.“ Und „Es ist –Wahnsinn Dasselbe zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“ Diese sind für uns absolut wichtig und ggf. auch notwendig, also die Not abwendbar machend.

 

Wir stellten uns die wesentlichen Fragen des Lebens:

 

1.   Wer oder was bin ich?

 2.   Warum bin ich?

 3.   Was drücke ich aus und was möchte ich ausdrücken?

 4.   Wie kann ich mich als das erkennen, was mich ausmacht?

 5.   Womit und dank dem noch kann ich den Weg zu mir finden und begehen?

 

Stellt sich der Mensch diesen Fragen nicht endgültig, bleibt er ein stumpfsinniger, da unmündiger, Konsument, der sich weiterhin für dumm verkauft und ausbeuten lässt, wie er auch selbst andere ausbeutet. Meist ohne es zu merken.

 

Wir existieren also auf weitaus mehr Ebenen als die Pharmazie, welche die Ausbildungsinhalte von Mediziniern und Heilpraktikern bestimmt, mitteilen mag.

 

Da ist also der Materialismus. Die Welt des sinnlichen Erlebens, welche im Buddhismus seit je her als „Maja“, übersetzt mit „Illusion“, bezeichnet wird, über die schon Platon gesagt haben soll „Materie existiert nicht. Doch wer sich seinen Fuß an einem Stein stößt, wird das anders sehen.“, über die Einstein bereits aussagte, dass sie Materie und Welle zu gleich sei und zu der in der Quantenphysik bestätigt wird, dass es sie, die Materie, praktisch nicht gibt. Selbst wenn wir meinen uns zu berühren ist de facto immer eine Luftschicht zwischen den Körpern. Wir können also nichts und niemanden berühren. Das meiste eines Moleküls, eines Atoms , selbst der kleinsten Einheiten, ist nicht greifbare Materie, sondern nicht greifbare Energie!

 

Es geht also im Wesentlichen um die Welt der Energie und eben nicht um die Welt der Materie. Ein harter Schlag für selbsternannte Realisten und Rationalisten. Auch, da schon Dan Ariely vor Jahrzehnten herausfand, dass wir zu 99% irrational ticken.

 

Energie. Gedanken und Worte führen zu Handlungen. Auch DAS Grundmodell der Unterdrückung, wie ich denke. Denn wie kann ich einen Menschen regieren? Doch nur, wenn ich ihn in Angst und Bequemlichkeit halte. Was erklärt, warum Menschen aus Politik, Justiz, Medien und Konzernen alles Erdenkliche dafür tun ihre Untertanen, vermeintlich Bürger, an der Nase herumzuführen und, warum viele von uns dies noch immer zulassen.

 

Ja. Am Anfang stehen die Angst und die Bequemlichkeit, wie Kant bereits erfasst hatte, als er von Aufklärung als Ausweg aus der selbstverschukdeten Unmündigkeit des Menschen sprach. Kur, es geht um die Idiotie.

 

Das Wort „Idiot“ entstammt vermutlich dem altgriechischen Wort „Idios“. Zum Idios wurde der Teil einer „Deme“(Gemeinschaft) gezählt, der nicht zu hinterfragen, aber zu funktionieren hatte. - Denn schon damals wurde offensichtlich erfasst oder unbewusst passend agiert und interagoert, dass nur ein ängstlicher und ein in Bezug auf die Grundstrukturen und deren Wirkweisen uninteressierter Mensch, sich reGIERen, also seine eigene Gier sein Tun bestimmen läßt. Ursache dafür sind Bequemlichkeit und Angst.

 

Denn ein mündiger, lösungsorientierter Mensch, wird inne halten, reflektieren und mitbestimmen. Daher haben die sogenannten Herrschenden also zu vermeiden, dass zu viele Menschen mündig werden…

 

Verschwörungstheorie! Ja, schon klar. Oder vielleicht doch Verschwörungspraxis? Nehmen wir uns doch einmal reflektierend dem Wort „Verschwörung“ an.

 

Warum gibt es dieses Wort in der Politik und in den Medien, nicht aber in den Wissenschaften? Warum geht es in den Wissenschaften um eine These und eine Antithese, um Lehrmeinung und eine Gegenmeinung oder Alternative Lehrmeinung und nicht um Verschwörung? Vielleicht, weil es hier, in der Politik und den Medien nicht um einen Erkenntnisgewinn, um eine Lösung geht, sondern um Unterdrückung, um das Beibehalten der Pfründe?

 

Wir leben in einer Demokratie, in der die Mehrheit nicht bestimmt. Ganz so, wie es immer schon war. „Demokratie“ bedeutet seit je her, dass eine Minderheit das Sagen hat. Die sogenannten Eliten. Sie herrschen mit Lug und Betrug, um an der Macht bleiben zu können. Womit Goethes Aussage wichtig wird, wenn er denn gesagt hat: Niemand ist mehr Sklave, als jene die sich für frei halten, ohne es zu sein.“.

 

JedeR der / die das Ausbeutungssystem in Gefahr bringen könnte, muss in umfassendem Maß an den Früchten der Ausbeutung beteiligt werden, damit er viel zu verlieren hat und also brav mitspielt. So einer der Grundsätze jener, die ihre Pfründe durch Ausbeutung der Massen und der Natur an und für sich erhalten haben und erhalten wollen.

 

Sieger schreiben deswegen auch Gesetze. So wurde das Deutsche Grundgesetz von den sogenannten Siegermächten abgesegnet. Ein Grundgesetz gibt es nur, weil es in der Haager Landkriegsverordnung als absolut wichtig festgelegt wurde. Jede Wette, würde sie heute geschrieben, es gäbe keine Grundrechte mehr. Denn damals gab es noch eine Haltung, die den Begriff Moral noch ausfüllte, der heute allzu offensichtlich nur noch eine leere Phrase ist.

 

Das Gesetz, das sogenannte Recht also. „Recht“ kommt ethymologisch vom Begriff Rache. Mit dem Gesetz rächt sich also der Sieger, der Machtinhaber am Entmächtigten, am Untertanen. Und damit das klappt, muss diesem natürlich weiß gemacht werden, dass dies alles ausschließlich zu seinem Nutzen und zu seinem Wohl geschieht. Wer ohnmächtig ist, kann sich seiner Macht nicht annehmen und gibt sie somit an jene ab, die ihn in der Folge entrechten.

 

Wie konnte es so weit kommen?

 Vielleicht, ist die Herrschaftssprache hier interessant. Mit der Herrschaftssprache wird gespalten und anonymisiert. Ihre Begrifflichkeiten lauten „man“, „dürfen, sollen, müssen“, „Schuld, Unschuld“, „gut, böse“, es geht um die Vorsilbe „ver“ und ihre Werkzeuge sind auch die Euphemismen. Also das Glimpfwort, die Beschönigung.

 

So wird aus sozial letztlich asozial und aus Krieg der Einsatz für die Menschlichkeit. So wurde die Wirtschaft zum Mittelpunkt. Gehört sie doch dahin zurück, wo sie natürlicher Weise Zuhause ist. Dem Wirtschaften als Mittel. Punkt.

 

So haben wir zugelassen uns schuldig zu fühlen und tun alles dafür uns selbst und anderen vorzumachen nicht Schuld zu sein. Dabei sind wir de facto nie schuldig, sondern immer nur (mit) ursächlich!

 

Was passierte, wenn wir Schuld weglassen und uns der Ursächlichkeit und der Lösungsorientierung widmen? Es wird nicht der Konflikt in den Mittelpunkt gestellt, sondern die Lösung. Es wird nicht hin und her debattiert wer Schuld ist, sondern gemeinsam eine die Lösung gefunden. Lassen wir das Wort „Verschwörungstheorie“ weg, fällt ein riesiger Barrierewall in sich zusammen und macht den Weg zur Weiterentwicklung frei. Für den Einzelnen und für die Gemeinschaft.

 

Kommen wir zur Gewalt

 Noch ein Aspekt der Herrschaft und des Herrschens ist die Gewalt. Grundsätzlich lassen wir das Gewaltdogma in uns wahr sein. Also: „Gewalt führt nie zur Lösung!“ Ähnlich, wie wir das Arbeitsdogma in uns am Leben erhalten welches da lautet: „Besser schlechte Arbeit als keine Arbeit.“ Doch

 

Zum Dogma der Arbeit später mehr.

 

Was ist Gewalt eigentlich? Auf Wikipedia, welches längst als Instrument der Herrschaften entdeckt ist, steht: Als Gewalt werden Handlungen, Vorgänge und soziale Zusammenhänge bezeichnet, in denen oder durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird. Gemeint ist das Vermögen zur Durchführung einer Handlung, die den inneren oder wesentlichen Kern einer Angelegenheit oder Strukturtrifft.

 

Hm. Was sagt der Dalai Lama zum Thema Gewalt? „Ein Schlag muss nicht grundsätzlich ein Akt der Gewalt sein. Er kann auch ein Akt der Liebe sein. Dann nämlich, wenn er größeren Schaden abwendet.“ – Upsi.

 

 Und wie ist das nun mit der „Staatsgewalt“? Gibt es eine Gewaltenteilung? Sagen wir es so: Ich erlebe sie nicht. Ich erlebe Kumpanei und Vetternwirtschaft.

 

Sei es im Staat, wo Richter mehrheitlich politische Urteile fällen aber sagen, dass sie im Namen (und Wohl) des Volkes sind. Sei es der BND oder der Verfassung schützt, die alles schützen nur nicht das Volk und die Verfassung.

 

Sei es geopolitisch, wo materielle Interessen alles sind und Menschenrechte nichts. Aktuell am Fall „Kashoggi“ genauso erlebbar, wie am Haushaltsstreit der sogenannten EU und Italien. Der Wähler darf nicht tun was er will. Erst Recht (Rache!) nicht, wenn er damit Einnahmen für die Finanziers gefährdet und also jenen, die die Fäden der Marionetten in Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien in Händen halten. – Verschwörungsth…

 

Damit stellt sich die Frage, ob es auch eine strukturelle Gewalt gibt

 Als die Geburt unseres ersten Sohnes näher rückte, befasste ich mich mit der „natürlichen Geburt“ und erlebt einmal mehr, wie die Finanziers das Natürliche (Hausgeburt) mies und gefahrvoll machten und das Abkassieren (Geburt im Krankenhaus) als Lösung darstellten. Natürlich geht es auch hierbei nur um das Wohl von Mutter und Kind!

 

In der Massenmenschhaltung ist es opportun seine Nachkommen im KRANKEN(!)haus zur Welt bringen zu lassen. Ich nenn es einfach nur „Kalben“, wie es in der Massentierhaltung auch genannt wird. Null Gefühl und Zeitersparnis sind die Tools der Ausbeutung, welche wiederum über die Unmündigkeit zum Ziel führen.

 

Es geht eben nicht um das neue Leben, geschweige denn, es angemessen zu begrüßen und zu feiern, es geht um Profit und Effizienz. Und es geht darum, Urtrauen zu zerstören.

 

Ja, richtig. Urtrauen und nicht Urvertrauen. Denn die Silbe „ver“ ist, wie im Kapitel „Herrschaftssprache“ bereits erwähnt ein Herrschaftsinstrument. Grundsätzlich drückt sie eine Negation oder eine Übersteigerung aus. Aber wer hat das heute noch im Bewusstsein? Dabei kann es dort so einfach wieder hinkommen:

 

Wenn ich meine, dass jemand mein Trauen missbraucht hat, dann sage ich Sätze wie: „Ich habe dir VERtraut!“ In der Aussage steckt: „Ich traue dir nicht mehr!“

 

Abgesehen davon, dass es nicht der andere war, der mein Trauen missbraucht hat, sondern, dass ich in einem solchen Fall es höchst selbst war, der nun nicht mehr traut, weil ich nun anders interpretiere, wird hier deutlich, worum es mir mit der Silbe „ver“ geht, oder?

 

„Verlieben“ ist ein biologischer Ausnahmezustand, dank dem ein Lebewesen nicht dauerhaft überleben kann. Es ist die übersteigerte Variante dessen, worum es im Leben geht, wenn wir miteinander leben wollen. Um das Lieben.

 

„Verehren“ ist die Übersteigerte, da unterwürfige Version des „ehren“; „Verstand“ bedeutet nicht mehr stehen bleiben (um zu reflektieren) und beim „Versagen“ geht es darum jemandem keinen Respekt mehr entgegenzubringen, ihm also nicht mehr zu sagen: „Du gehörst weiterhin dazu und wir sind froh, dass du einen Fehler gemacht hast, da wir dank dir nun daran gehen können dieses Fehlen von Information zu integrieren.

 

Gibt es eine Strukturelle Gewalt? Ab wann wird sie drakonisch eingesetzt, um möglichst viele von uns als Ja-Sager abzurichten? Logisch. In der Schule.

 

Schule und Beschulung

 Bismarck erschuf unser Schulsystem vor rund 200 Jahren, um Ja sagende Soldaten zu haben. Menschen, die sich für ihn, pardont, für das Vaterland, opfern, ohne zu murren. Hitler behielt das Schulsystem unter demselben Gesichtspunkt weiter. Ja, auch heute wird es unter anderem deshalb weiter aufrechterhalten. Noch immer gibt es hunderttausende Menschen bei Polizei und der Bundeswehr, die glauben sich für „das Richtige“ einzusetzen. Der Fall  „Franco A“, war der Anfang und wirft noch heute Fragen auf.

 

Und wieder wird offensichtlich, dass sehr viele davon, vom ebenfalls nationalistisch tickenden Verfassungsschutz geschützt, rechts stehen. Sie planen Attentate auf linke Politiker. Bis hin zur Tötung. Sie bereiten sich auf den Tag X vor. Als Prepper. Strippenziehr scheint ein Mann aus einem SEK der Bundeswehr zu sein. Hannibal. Sie wollen vorbereitet sein, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten.  Letztlich kam nun mit Hannibal heraus, wie großflächig hier verdeckt und unter dem Schutz vom Verfassungsschutz und dem Militärischen Abschrimdienst Prepper agieren und vernetzt sind. Deutschlandweit. Strukturiert nach jenen geographischen Einheiten, wie sie auch von der Bundeswehr genutzt werden. Sogar bis nach Österreich und in die Schweiz vernetzt.

 

Der Fall "Amri", der Fall "Maassen“, alles Hinweise auf eine nationalistische Gesinnung, welche nicht nur nicht geahndet, sondern gefördert wird. Demhingehende Zeichen, dass aus dem Staat heraus bewusst Gewalt gefördert und Angst geschürt werden. Alles dank dem Vorhandensein von Struktureller Gewalt.

 

Schule dient heute zusätzlich noch der Wirtschaft. Dem, worum es bei allem anderen tatsächlich geht. Ob Ja-Sagender Konsument, braver Soldat oder stumpfsinniger Stammtischveteran. Alle tun, was „die Mächtigen“ von ihnen wollen. Kein Wunder also, dass die Aussage: „Je höher der akademische Grad, um so verdummschulter der Mensch.“ so oft stimmt.

 

Franziska Klinkigt spricht in Ihrem Buch "Wer sein Kind liebt..."

Klartext, wenn sie aussagt, dass es ein Pendant der Schule für Erwachsene gibt. Nämlich das Gefängnis. Und sie zeigt auch auf, dass, wenn wir das was wir mit dem Schulkonzept unseren Kindern antun Erwachsenen antun würden, wir straffällig sind.

 

Dabei steht wissenschaftlich längst die Lösung im Raum

 Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass wir nicht dem Gehirn denken, sondern, dass es lediglich eine Schaltzentrale ist und unser Gehirn jede einzelne Zelle von uns ist, Wahrscheinlich sogar auch noch das Mikrobiom. Also jene Kleinstlebewesen, die und auf unserem Körper leben.

 

Es wurde längst erfasst, dass niemand jemandem etwas bei- sondern nur Nahe bringen kann. Der Mensch lernt über Emotionen. Ist er begeistert, lernt er. Ich nehme an, auch über den Schmerz. Der Mensch funktioniert also mitnichten über Druck am Besten. Vielmehr führten uns die Entscheidungen die unter Druck entstanden in das was die meisten von uns immer mehr quält und warum immer mehr Menschen erkranken.

 

Längst ist erfasst, dass Schule, spätestens sein Bismarck Kinder bricht und Ja-Sager produziert. Genau jene Menschen also, welche heute das Problem ausmachen. Wir brauchen Querdenker, Andersmacher und Freaks, um aus dem Wahnsinn des neoliberalen Kapitalismus und aus dem kriegerischen heraus- und hineinzukommen in das Gesunde Miteinander. Weg von Konkurrenz, hin zur Nützlichkeit.

 

Anders - natürlich Sein, natürliches Sein, als Lebensinhalt?

 Da in unserer Gesellschaft bereits ein absolut natürlicher Aspekt, das Bekommen von einem oder mehrerer Kinder, genauso zu einer Gefahr gemacht worden ist, wie das Klimakterium zu einer Krankheit gemacht wurde, damit an beidem ordentlich profitiert werden kann, war uns klar, dass wir es anders machen wollten.

 

Ich laß, dass junge Primaten und auch Ungeborene bei den Naturvölkern der Art zur Welt gebracht werden, dass die Plazenta und die Nabelschnur nicht abgetrennt wird und kam zu der Frage, warum die Nabelschnur systematisch im Krankenhaus durchschnitten wird. Hier hatte ich noch die Zusatzinformation erfasst, dass, obwohl die Nabelschnur ausgeblutet ist und keine Nerven enthält 90% der Säuglinge beim Durchtrennen der Nabelschnur herzerschütternd schreien!

 

Ich entsann mich der ersten von mir erlebten Geburt eines von mir gezeugten Kindes, bei der ich zugegen war. Meine Tochter Ana war auf die Welt gekommen. Im Krankenhaus, weil ihre Mutter Krankenschwester war. Und nun bot mir die Massenhaft-mensch-in-die-welt-Bringerin an die Nabelschnur zu durchtrennen. Noch völlig bewegt von dem Wunder der Geburt weigerte ich mich unter Tränen mehrfach dies zu tun. Instinktiv spürte ich, dass das nicht natürlich, nicht hilfreich für das soziale Miteinander ist. Bestätigt wurde ich erst Jahre später. Nämlich während der Recherche bei der Vorbereitung auf die Geburt von Lutz.

 

 Die Nabelschnur am Säugling zu belassen, hat sogar einen Namen. Es wird „Lotusgeburt“ genannt. Der Lotus ist im Buddhismus und Hinduismus eines der bedeutendsten Symbole. Seine Wurzeln im Schlamm, seine Blätter und Blüten über dem Wasser, die nicht vom Wasser benetzt werden können, weil das Wasser von ihnen abperlt, ist das Symbol der Reinheit.

 

Kann also die Lotusgeburt zur Reinheit des Menschen beitragen? Kann der Mensch, der mit einer Lotusgeburt auf die Welt kommt, ein anderes, ein tatsächliches Urtrauen haben/behalten? Vielleicht weinen all die Säuglinge die per Schere von ihrem „Zwilling“, der ihn über neun Monate genährt hat, also der sogenannten Mutterkuchen, weil sie etwas loszulassen haben, wovon sie sich noch nicht trennen wollen. Vielleicht ist dieser Schnitt der erste tiefgehende Schnitt vom Urtrauen, was den Gedanken in sich trägt: „Ich habe alles was ich brauche, um daran (er-)wachsen zu können.“.

 

Und logisch, dass jene die eine Lotusgeburt favorisieren zu den ganz Bösen und Dummen gehören, oder?

 

Auf dem Weg zurück zur Natur

 Ich gehe hier umfassend auf dieses Thema ein, weil es noch weit vor dem Thema „Schule“ wirkkräftig ist und so schon vom Tag der Zeugung an dazu beitragen kann Menschen in Liebe anzunehmen und mündig auf ihrem Weg zu begleiten.

 

Eine Hausgeburt war auch uns damals auch noch zu „extrem“, zu gefahrvoll. Dabei ist der Tod doch nicht das Gegenteil vom Leben, sondern ausschließlich das Pendant zur Geburt. Dank ihm verlassen wir den Raum, in dem wir uns geboren haben und dabei haben unterstützen lassen.

 

Ich machte mich also nach meiner Erkenntnis um den evtl. Wert einer Lotusgeburt auf die Suche nach einem Geburtshaus und einer Hebamme, die eine Lotusgeburt zulassen wollen. Und prompt wurden wir in unserer Nähe fündig. Heißt es nicht im Chinesischen: „Wenn der Schüler so weit ist, betritt der Meister den Raum.“?

 

In der Folge nahmen wir einen Termin wahr, behielten uns vor die Entscheidung, also die endgültige Meinung, treffen zu wollen, wenn wir das Gespräch mit jemandem aus einem anderen Geburtshaus erlebt hatten. Allerdings hatten wir uns unbewusst längst entschieden.

 

Und weil es für alle Beteiligten wichtig war, um daran zu wachsen, kam es zur Lotusgeburt im Geburtshaus in Gütersloh. Während einer Wannengeburt brachten wir also 2010 Lutz zur Welt.

 

Da ich auch gelesen hatte, dass Naturvölker ihre Kinder, wie Primaten ihre Jungen, über einen langen Zeitraum tragen, kamen wir zum Schluss, dass wir keinen Kinderwagen nehmen, sondern Lutz rund um die Uhr tragen wollten. So konnte ich ein wenig ausgleichen, dass Beate zehn Monate Lutz in sich wachsend erlebte und ich eben kaum.

 

Das brachte es mit sich, dass wir einen Jutebeutel hatten nähen lassen, in dem die Plazenta verstaut wird, während Lutz ins Tragetuch gegeben wurde, was zu Anfang und für die Dauer der ersten drei Monate aus Stretch ist, weil sich ein solches Tuch optimal an den Säugling anpasst und enger getragen werden kann, was für alle Beteiligten hilfreich ist.

 

Warum einen Säugling am Körper tragen?

 Stell dir vor, du lebst an einem warmen, dunklen Ort, in dem du stets genährt bist, egal was du tust. Du kannst all deine Grundbedürfnisse jederzeit erfüllen, bzw. sie werden erfüllt. Du lebst in warmem Wasser und fühlst dich geborgen.

 

Und dann ist das Wasser auf einmal weg! Und nach und nach wird es für dich enger und ungemütlich. Auf einmal ist da kaum noch Kontakt, dank dem du dich geborgen fühlst, es ist kalt, und du hast auf einmal zu atmen, was du zuvor nie tun brauchtest…

 

Unwohlsein, fast überall. Angst? Womöglich. Zumindest, wenn dir dann auch noch der letzte Kontakt, per Abschneiden der Nabelschnur, genommen wird.

 

Wie wohl fühlst du dich dann, wenn du warm gehalten, getragen wirst. Womöglich auch noch auf nackter Haut. Auf nackter Haut, warum? Na, fass deinen Partner mit Handschuhen an und ohne. Kontakt zu ihm empfindest du eher, ohne die Dinger, oder?

 

Der Säugling hat der Art viel durchgemacht, dass die meisten von uns ein Geburtstrauma haben. Ist es da evtl. heilsam, ihn für mindestens dieselbe Zeit, in der er im Bauch der Mutter herangewachsen ist, auf der Haut zu tragen? Wir haben das für uns eindeutig mit einem „Ja!“ beantwortet. Also trugen wir Lutz am Körper und legten ihn nachts auf unseren Bauch.

 

Was? Nachts kein eigenes Zimmer? Unsere diesbezügliche Grundfragen lautete: „Wenn wir kuscheln wollen, will der Säugling das evtl. auch? Gibt es ein gestärktes Selbstbewusstsein, wenn der Säugling möglichst lang sofort erfährt, es ist jemand bei mir, der mich hält, mich stütz, mich beruhigt?“

 

Noch heute, Lutz ist 7 und bei uns leben Elia 4, und Bastian 2, schlafen wir alle in einem Bett. Naja, wohl kein Bett, sondern ein Matratzenlager am Boden, da die Industrie dieses Bedürfnis nicht mit einem Möbel bedient, wir kein Geld ausgeben können, damit es handwerklich für uns gebaut wird und ich bisher zu bequem war ein solch großes Bett selbst zu Ende zu bauen.

 

Windeln – nur zur Sicherheit?

 Auch das ist ein Thema, welches wir völlig anders angegangen sind. Der Grundgedanke hier ist der, dass ein Säugling einfacher mitteilen kann, dass er muss, als dass es sinnvoll ist, ein natürliches Bedürfnis erst ab- und später wieder anzutrainieren. Wir haben uns als Gesellschaft wahrlich weit von unseren Wurzeln entfernt, oder?

 

Die Windel, in unserem Fall ein Satz Mullwindeln, wird als einziges Kleidungsstück zwischen uns und Lutz getragen. Das Tragen eines Säuglings, das absolute beim Kind sein der ersten Tage bringen es mit sich, dass wir schnell gewahr wurden, wenn Lutz musste. Anfangs waren es Bewegungen, dank derer wir merkten, er muss! Also raus aus dem Tuch und über einem Eimer abhalten, denn Einhalten ist für den Säugling sehr schwer.

 

Schon nach 10 Tagen machte Lutz zu 90% über einem Topf Pipi. Die anderen 10%? Da waren wir nicht mit unserer Aufmerksamkeit bei ihm, bzw. hörten nicht auf unsere innere Stimme. Und wurden nass. Logo, dass so ein großes Interesse in uns aufkam aufmerksamer zu sein, oder?

 

Die Windel nutzten wir ergo ausschließlich, wie eine Kletterhilfe beim Sportklettern genutzt wird: Wenn zu unachtsam, ist da etwas, was den Kletterer, bzw. das Pipi auffängt.

 

In der Folge war Lutz nach nur 18 Monaten trocken.

 

Ja, aber wie habt ihr das zeitlich umsetzen können?

 In dem wir bewusst verzichtet haben.

 

Wir haben unsere berufliche Tätigkeit zu Gunsten der Möglichkeit ein Kind begleiten zu können, aufgegeben und uns bewusst dafür entschieden Leistungen zur Existenzsicherung nach dem SGB II, sprich „Hartz IV“ oder auch den „offenen Strafvollzug“ in Kauf zu nehmen. Übrigens nach der Schule DAS Instrument der strukturellen Gewalt, um Menschen in Unmündigkeit zu halten, wie ich denke.

 

Diese unsere Entscheidung hatte es in sich! Zwischen uns war anfangs alles prima. Wir waren immer zusammen und konnten an Stelle der Erziehung die Beziehung setzen ohne uns vom Broterwerb ablenken zu lassen.

 

Doch was des einen Freud, Bedienste im Jugendamt, Gleichgesinnte, war des anderen Leid, Bedienstete des sogenannten jobcenters und Ewiggestrige. Und so erlebten wir mit der Zeit weniger Zuspruch und mehr Kritik, „Zurechtweisung“, Diffamierung, Denunzierung Entrechtung, bis hin zum teilweisen völligen Entzug der Leistungen zur Existenzsicherung nach dem SGB II, auf Grundlage der Strukturellen Gewalt systemisch bedingt ohne Ankündigung und rechtlichen Bescheid, also willkürlich und nicht juristisch gerechtfertigt, weil wir etwas anders sahen, als jemand in dieser vermeintlichen Behörde namens, damals noch „Arge“.

 

Der Begriff „Arge“ war allerdings wenigstens passend. Denn es ist wahrlich ein arges Stück, wie sich hier willkürlich über Grundrechte und Grundbedürfnisse hinweggesetzt und Leib und Gesundheit der Schutzbefohlenen riskiert werden.

 

Beispielsweise erlebten wir zwei Jahre später im Winter 2012, dass Mittel zur Beschaffung von Brennholz, widerrechtlich versagt werden und es draußen nachts -20 Grad kalt ist und im Haus, dank der vorhanden Grundwärme vom Heizen am Vortag, nur noch knappe 10 Grad herrschen und wir keine legale Option sahen unser Heim warm zu bekommen. Mitten im reichsten Land Europas, wie es stets benannt wird. Und uns Deutschen ging es doch besser als je, wie uns Politik und Medien einzureden suchten. Der Prozess, der klärt, dass uns Geld zum Heizen zu stand ist übrigens erst 2017 für uns entschieden wurde.

 

Was wir zwischenzeitlich taten? Wir handelten in dem wir eine Nothilfe nutzten. Im Klartext, wir betrogen das sogenannte jobcenter wo es nur möglich war und liehen uns Geld bei Freunden, um das Geld zu bekommen, das uns zustand.  „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ (Berthold Brecht), sag ich da. Und: Es fehlt uns in unserer Gesellschaft an Reflektion, Solidarität und zivilem Ungehorsam! Sprich, es fehlt bei den meisten von uns in notwendigem Maße an absoluter (Selbst-)Liebe und der Erkenntnis, dass wir alle dieselben Grundbedürfnisse habe, andere nur annehmen können, wie wir uns selbst annehmen und keinen Deut besser sind als andere.

 

Der Wandel umfasst so viel

 Eines Tages erlebte ich in Gütersloh, Jahre vor der Schilderung des Erlebnisses rund ums Heizen, während eines Spaziergangs mit einem befreundeten Vater der seinen Säugling nicht trug, sondern im Kinderwagen schob, und an dem ich Lutz tragend dabei hatte, obwohl er schon laufen konnte, wie eine Dame um die 40 vor uns lief, um ein Kaufhaus zu betreten. Ich sprach sie an, ob sie bitte die Tür aufhalten könne. Doch sie hörte mich nicht. Also sprach ich sie nochmals, diesmal deutlich lauter an. Keine Reaktion. Als ich mich dann ziemlich frustriert und einigermaßen gereizt und mit ziemlich viel Ironie bei ihr für das Aufhalten der Tür bedankte, wurde sie Gewahr was ablief und bat um Entschuldigung und sagte, dass sie sich darüber früher selbst aufgeregt habe. Ich frug sie daraufhin, wie sie das empfindet, dass selbst sie nun diese Art von Bewusstsein lebt und machte darauf aufmerksam, dass ich sehr traurig darüber bin, dass so viele Menschen überwiegend bei sich und nicht bei ihrem Mitmenschen sind. Sie nickte und hatte dieselbe Sichtweise.

 

Einige Wochen später fuhren wir nach Kempen am Niederrhein. Wie anders das Erleben dort! Passanten und ich grüßten uns, obwohl wir uns nicht kannten. In Gütersloh fast undenkbar. Lutz lief freudvoll strahlend durch die Fußgängerzone und behinderte dabei zwei entgegenkommende Fahrradfahrer. Anstatt nun wüst zu schimpfen oder uns zumindest zu belehren, hielten diese beiden bei uns an und wir kamen in ein sehr angenehmes Gespräch voller Wertschätzung. Wie gehabt, wir kannten uns nicht. Für mich war es das, was ich kannte und in Bielefeld und Gütersloh schmerzhaft vermisste. Ähnlisch, wie die Selbstverständlichkeit im Straßenverkehr am Niederrhein auf den Mehrzweckstreifen auszuweichen, damit Menschen die schneller fahren möchten einfacher überholen können. Was ein Mehrzweckstreifen ist? Die Vermeintliche Standspur auf so mancher Landstraße, die eben nicht nur den Zweck hat, dort im Falle einer Panne stehen zu bleiben, sondern sowohl auch für Fahrradfahrer gedacht ist, als auch das Überholen zu erleichtern. Zumindest, wenn ich der Auskunft eines Tiefbauamtsleiters der Stadt Kempen trauen kann. Und das denke ich, da es sich um meinen Vater handelt. Für Beate war all das neu. Ein hilfsbereites Miteinander. Wertschätzung für seine Mitmenschen.

 

Am Abend dann, wieder in Gütersloh, Zuhause mag ich nicht schreiben, weil ich mich hier nie Zuhause fühlte, im Bett liegend, sprach ich Beate auf die beiden Erlebnisse an und frug ganz direkt: „Wo möchtest du lieber unseren Sohn aufwachsen sehen? Im empathisch armseeligen Gütersloh, in dem eine ausbeutende Macht namens Bertelsmann alles verseucht oder in einer Gemeinschaft, in der das Miteinander wichtiger ist, als die Andersartigkeit?“

 

Eine Antwort fiel Beate erst schwer, da sie, zumindest unbewusst, erfasste welch umfassende Konsequenz ihre Antwort haben würde.

 

Doch wie ich so bin, wenn ich merke, dass ein wichtiger Schritt nicht gegangen werden will, so hakte ich unermüdlich nach. – Ich mache das instinktiv mitunter so lange, bis unter Umständen endlich Tränen der Er-Lösung fließen. Tränen, das sei hier erwähnt sind grundsätzlich auch Zeichen der Heilung. Ähnlich wie das Zucken, welches so mancher Mensch abends erlebt, wenn er kurz vor dem Einschlafen ist. Auch hier entlädt sich angestaute Energie, dank dieses Prozesses kann so mancher Mensch überhaupt erst in den Schlaf finden. – So also auch diesmal. Beate sagte unter Tränen, dass sie Lutz lieber an einem Ort aufwachsen sehen wolle, wie sie es in Kempen erlebt habe.

 

Permakultur

 Da mich die politische und wirtschaftliche Situation bereits seit 2009 stark beunruhigte und ich nicht daran glaubte, dass der kollektive Bewusstseinswandel schneller zu erleben ist, als der Crash oder eine Welt der Kriege und Bürgeraufstände, sannen wir bereits seit längerem darüber nach auf einen Resthof zu ziehen und uns darin zu üben auf die möglichst achtsamste Weise einen zunehmenden Teil unserer Lebensmittel selbst anzubauen, Geflügel zu halten und selbst zu schlachten, wie auch alle Produkte, so Überschüsse vorhanden sind, zu konservieren. Teils wie früher also möglichst im Glas, wenn es sich um Eingemachtes und eingelegtes handelt. Aber auch eingeschweißt in Kunststoff, wenn z.B. Fleisch konserviert werden sollte, dass später gebraten würde. Wurst käme auch ins Einmachglas.

 

Anders als Prepper mit Waffen, wollten wir mit Wissen um den Anbau und die Herstellung von Lebensmitteln vorbereitet sein. Allerdings kam die Erkenntnis sein eigenes Leben und das der Lieben notfalls auch mit Waffengewalt zu erhalten irgendwann hinzu.

 

Ich hatte mich bereits darüber informiert, dass die sinnvollste Art des Anbaus für mich der permakulturelle Anbau ist. Optimal ein Waldgarten. Mir war auch bewusst, dass ich den Hof in einer Region aufbauen wollte, in der ich möglichst selten um meine Lebensmittel und zur Sicherheit meiner Familie kämpfen oder gar töten müßte. Wie gesagt, ich wollte mich vorbereiten auf den Worstcase, den schlimmsten aller Fälle.

 

Und einmal mehr durchblätterte ich also die „Schrot & Korn“, eine Zeitschrift, dank der ökologisch bewusste Menschen inserieren. Zwar mir inzwischen leidvoll bewusst geworden, dass „sozial“ und „öko“ heute eher selten auf einem Stamm wuchsen, doch wollte ich dies vorleben.

 

Wie mir das bewusst wurde? Zum ersten anlässlich der Bundestagswahl 2009, zu der ich in Gütersloh ohne Parteizugehörigkeit unter dem Titel „Mitbestimmung – Grundeinkommen“ angetreten war. Ich tat dies, um aufzuzeigen, wie Politik vom Grundgesetz gedacht ist! Bürger ohne Parteizugehörigkeit werden gewählt und nach der Wahl von Parteien, welche die Interessen dieser BürgerInnen teilen unterstützt. Dass Parteien gar gewählt werden ist nicht im Grundgesetz vorgesehen. Der Fraktionszwang ist sogar vom Grundgesetz her verboten! Doch wer weiß das schon? Ich empfehle jedem seine Grundrechte zu kennen! Zu viele werden heute schon wieder bei bis zu 10 Millionen Menschen in diesem Land ignoriert. Diese Menschen werden, wie es damals bei Juden begann, unrechtmäßig entrechtet. Diesmal ist es keine Zugehörigkeit zu einer Religion, sondern die Zugehörigkeit zu der Gruppe Menschen, die sich ohne Hartz IV, dem offenen Strafvollzug wie auch ich es nenne, nicht überleben können. Wehret den Anfängen? Na, dann mal los! Der Anfang ist bereits mehr als vorbei…

 

 Damals 2009 hatte ich wie eine Partei eine 10 Themen umfassende Liste erstellt, die aufzeigte, was ich mir sozial und ökologisch wünsche und frug überall dort nach, wo ich einkaufte, also beim Biohof und in Bio-Läden, ob ich einen Info-Stand vor Ort aufbauen könne, um für meine Kandidatur zu werben. Niemand, kein einziger war bereit dazu! Auf einem Hof bekam ich in der Folge eines hitzigen Wortgefechts sogar Hofverbot. So viel zum Thema „Buddhistische Gelassenheit“. Die hatte ich inzwischen längst verlassen.

 

 Wieso ich trotzdem zur Wahl zugerlassen wurde? Weil ich vor einem Rewe und dem sogenannten jobcenter meine Info-Stände aufschlug. Der erstgenannte Ort wurde mir vom Verkaufsleiter sofort zugesagt, was ich verblüfft und freudvoll aufnahm. Der Leiter von letzterem versuchte vergeblich mich von dem Ort zu verbannen. Ok, ich durfte nicht mehr im sogenannten jobcenter dafür werden jene abzuwählen die uns Hartz IV eingebrockt und es aufrechterhalten. Aber auf dem Gehweg, der nicht zur angeblichen Behörde gehörte, dann doch. Denn der Gehweg ist kommunal. Wo ein Wille, da gibt es eben immer auch ein Gebüsch, wie ich schon früh lernte.

 

 Das andere Mal, dass ich erlebte, dass sozial nicht zwangsläufig mit ökologisch einhergeht, war, als ich mich nach Gewahr werden der Informationen der DVD „Neues Wir“ an die eine oder andere Lebensgemeinschaft wandte. Ob nun Sieben Linden oder andere. Alle entpuppten sich als elitäre Gemeinschaften ohne Solidarität für Menschen ohne ein entsprechendes Einkommen. Da wurden Gärtner, die in der Gemeinschaft lebten mit einem Einkommen abgestraft, wie ich meine, dass ein Vielfaches niedriger war, als das Einkommen manch eines anderen Mitbewohners.

 

 Und als ich anfrug, was für Bedingungen wir als dreiköpfige Familie zu erfüllen hätten, wenn wir zuziehen wollten, erfuhr ich u. a., dass wir 30.000 € pro Person zu zahlen hätten. Per Nachfrage und den Hinweis darauf, dass wir aus sozialen Aspekten Hartz IV bekämen, bekam ich zwar noch den Hinweis, dass mitunter auf das Eintrittsgeld verzichtet werden könne, dass dies aber nur dann der Fall ist, wenn das neue Mitglied aus Sicht der Gesellschaft gebraucht würde. Solidarität sieht anders aus, meine ich.

 

Und heute, 2018, ist zu erleben, was ich diesen Gemeinschaften voraussagte. Sie leiden an Überalterung. Es fehlt an Kindern. Auch dort wurde der Wert einer Familie, der Wert eines Menschen nicht frühzeitig genug erfasst, sondern nur nach dem bewertet, was er hat und was er kann. Tragisch, aber wahr, wie ich meine. Ob das heute anders ist, weiß ich nicht. Vor kurzem sprach ich mit zwei Menschen, die Sieben Linden öfters besucht hatten, sie teilten meine Sicht, dass dort sozial nicht mit ökologisch einhergeht.

 

Es blieb also nur der Weg selbst etwas sozial und ökologisches zu erschaffen und diese Haltung vorzuleben. Dass wir damit in einer Region, in einem Ort begannen, an dem eine noch ausbeuterische Struktur gelebt wurde, als in Gütersloh. Aber das wurde uns erst später gewahr. Gesagt wurde uns von einer Einwohnerin, dass dort alle irgendwie alternativ seien…

 

Wir konnten also einen Hof bemieten und kamen ein Vorkaufsrecht zugesagt. Und wie bei allen Betrügern, hat auch dieser Hofbesitzer es nicht notariell beurkunden lassen. Doch wir lernten auf dem Hof viel. Sehr viel!

 

Ich lernte Dinge zu reparieren, von denen ich dachte, dass ich sie nicht reparieren könnte. Erlangte also ein völlig anderes, entwickelteres Selbstbewusstsein. Auch fand ich probate Lösungen unter übelstem Druck. Z. B. dank des Beherrschens meiner und Angst während der Hausgeburt von Elia.

 

 Unsere erste Hausgeburt

 Elia kam im September 2012 zur Welt. Sein Heranwachsen im Mutterleib wurde von vielen Konflikten begleitet, die wir oftmals alles andere als freudvoll lösten. Sein Heranwachsen in Beate während dieser Monate war so absolut anders als das von Lutz.

 

Gerade ich war so gut wie nicht für Beate und ihn da, weil ich damit befasst war den Hof aufzubauen. So viel zum Nutzen eines Sozialsystems, dank dem sich Eltern unbesorgt und frei ihren Kindern widmen können!

 

Hilfreich, dass Sonja bei uns wohnte und mich so manches Mal unterstützte, wenn Beate anderes als gedacht vorlebte. Leider hatten beide Frauen nicht die Struktur mir aufzuzeigen, wenn ich anderes vorlebte. Zumindest nicht, wenn ich dies tat. Worin ich eine Hürde in meiner Weiterentwicklung erlebte. Doch wie heißt es aus des Shamanen Sicht: „Zu jeder Zeit die passenden Menschen und die Situation.“ und „Die Lösung ist immer im Raum.“ Leider waren wir jedoch oft eher bei unserer Angst und bei der Kritik am anderen und an anderem, als bei uns und unserer Reflektion. Alles hat eben seine Zeit. Und hier erlebten wir also die Ebbe des Bewusstseins.

 

Mitten in der Nacht, wie sollte es anders sein, teilte mir Beate mit, dass sie den Blasensprung erlebt hatte, bei dem das Fruchtwasser abgeht und der den Beginn einer nahenden Geburt aufzeigt.

 

Froh nicht ins nächste Geburtshaus fahren zu brauchen und aufgeregt meine erste Hausgeburt zu erleben, ließ ich das Wasser in die Badewanne ein, da wir wieder eine Lotusgeburt in der Badewanne im Bewusstsein hatten.

 

Danach rief ich die Hebamme an, die sich allmählich auch auf den Weg machen wollte und bereitete alles vor. Kerzen im Bad, Speisen und Getränke für die Feier danach. Ich weckte Sonja und Lutz, da beide dabei sein wollten.

 

Elia aber, vielleicht von den erlebten Konflikten mit dem Gedanken im Bewusstsein: „Nichts wie raus hier!“ kam binnen zwanzig Minuten nach dem Abgang des Fruchtwassers zur Welt. Von der Hebamme jedoch weit und breit keine Spur. Also nahm ich es in die Hand Beate alleine zu begleiten Elia zur Welt zu bringen.

 

Beate geübt und souverän darin Schmerz in Kraft zu wandeln, unternahm alles, um Elia gesund zur Welt zu bringen. Doch irgendwie ging alles viel zu schnell! Wohl auch, weil ich vergaß ihr zu sagen, dass es hilfreich sei langsamer zu machen. Eine geübte Hebamme weiß so etwas. Ich war zu konzentriert, um dies in einer gelassenen Sammlung im Sein zu erfassen.

 

Als es dann endlich so weit war, machte ich die schlimmsten Sekunden meines Lebens durch! Elia kam so schnell, dass er das Atmen vergass, wie mir schien. Nun war mir zwar bewusst, dass Kinder eine Zeit brauchen, um zu atmen, aber Elia atmete auch nach einigen Sekunden immer noch nicht.

 

Meine Frau frug ob alles in Ordnung sei. In mir aber stieg die Panik auf, dass Elia tot sein könnte! Was für ein Horrotrip! Irgendwie schaffte ich es meiner Angst Herr zu werden und absolut überzeugend und ruhig zu sagen, dass alles in Ordnung sei. Dies war offensichtlich meine Herausforderung für die Situation, der ich mich mit Elia vor unserem ersten Kontakt in diesem Leben gestellt hatte. Denn kaum hatte ich meine Panik erfolgreich überwunden und sowohl ruhig als auch gelassen allen Anwesenden gesagt, dass alles in Ordnung sei, da holte Elia endlich Luft! Gefühlt nach Minuten. Faktisch sicherlich nach nur wenigen Sekunden. Jetzt endlich konnte ich Elia meiner Frau auf den Bauch legen, damit dieser instinktiv nach der Brust suchen und seine erste Milch zu sich nehmen konnte.

 

Lutz hat fast alles miterlebt und war die ganze Zeit über ruhig und interessiert. Da er, wie auch Sonja hinter dem Kopf von Beate standen, konnte er meine Panik nicht erfassen. Schwein gehabt, wie wir gerne sagen.

 

Die Hebamme kam übrigens dann doch noch. Sie half Beate dabei die Plazenta zu gebären. Damit waren wir irgendwie überfordert. Und wie heißt es in der Shamanie? „Die Lösung ist immer im Raum.“ Wir alleine schafften es nicht. Also kam die Hebamme hinzu.

 

Gewalt und Selbstverteidigung

 In den folgenden zwei Jahren lebten wir nach der Übereinkunft, dass ich primär für Lutz da bin und Beate primär für Elia. Sonja half uns, wo sie konnte.

 

Allerdings lebten Sonja und Beate leider immer seltener das vor, wozu wir gemeinsam in unserem Manifest übereingekommen waren. Und auch mir erging es öfter als es mir lieb war so.

 

Wir hatten den Eindruck, als habe uns die Energie des Hauses vereinnahmt. Wir erlebten mich immer öfter als einen Patriarchen.

 

Aber auch, dass grundsätzlich nur ich es war, der auf eine tägliche Zusammenkunft drang, dank der wir uns ursprünglich sagen wollten, was uns am Tag bewegt hatte und wie wir uns fühlen, wie auch, was für den nächsten Tag geplant war. Das achtsame Miteinander trat immer öfter hinter den Existenzängsten zurück. Hoffnung und Glauben wurden weniger ausgedrückt. Frust und Angst immer öfter. Leidvoll für alle Beteiligten und wichtig für alle.

 

Eines Tages, wir hatten Besuch von Freunden mit deren Enkeln, kam dieser schreiend aus der Scheune und am Augenwinkel blutend zu uns angerannt. Lutz hatte ihn verletzt, erfuhren wir. Mit einer Harke. Oft hatte ich ihm bereits gesagt, dass er vorsichtig mit Gegenständen sein solle, damit er andere nicht verletzte. Doch offensichtlich half das bis dato nicht. So viel zu meiner realitätsferne Aussage aus dem Jahr 2000, dass Kinder grundsätzlich in Frieden und ohne Gewalt heranwachsen müssen, um sich zu möglichst empathischen und mündigen Wesen entwickeln zu können.

 

Wutentbrannt und ohnmächtig ging ich in die Scheune, mich gerade noch beherrschend, um Lutz zur Rede zu stellen. In der Scheune eskalierte ich dann und schlug Lutz der Art, dass er einigen Abstand weiter zu Boden ging. – Was war bitte mit mir los? Gewalt ist keine Lösung, behauptete bis dahin doch auch noch immer ich! Das war eindeutig zu hinterfragen und endgültig zu klären! Schade, dass es dazu zwei verletzte Jungs brauchte. Gott sei Dank, dass sie sich nur leicht verletzten und wir es immerhin schon so erfassten.

 

Ok, wenn die Kinder nicht lernen wollten, dass hauen und beißen weh taten, obwohl wir anfangs mit Engelszungen für den Frieden warben, ihn aber eben selbst zu selten vorlebten, obwohl wir genervter und genervter Frieden auszudrücken suchten, weil den Krieg in uns nicht annehmen wollten, bissen und schlugen wir sie letztlich auch. Damit sie die Folge ihres Tuns direkt erleben und hinterfragen konnten. Meist maßvoll und selten überzogen, weil aus einem Urreflex der Selbstverteidigung heraus, was auch vorkam.

 

Es mag für jene, die keine Kinder haben, verstörend und absurd klingen, so etwas zu hören. „Maßvoll Gewalt anwenden“ und „Selbstverteidigung“ von einem Kerl wie mir im Umgang auf wesentlich schwächere Menschen, mit Kindern! Doch sei dir bitte zweierlei gesagt: „Wenn du Schmerzen hast, ist der Verstand oftmals außen vor.“ Und: „Gewalt ist keine Lösung.“ ist ein geradezu schwachsinniges Dogma. – Nein?

 

Stell dir vor jemand, den du liebst wird vergewaltigt und nur du bist anwesend. Wirst du den Vergewaltiger wegdiskutieren und ihm sagen: „Du, irgendwie find ich das nun nicht so toll, was du da machst. Lass das bitte sein und uns über deine Bedürfnisse unterhalten.“. Absolut im Bewusstsein, dass der den du liebst gerade leidet? Ich werde dies nicht tun, ich werde Gewalt anwenden. Notfalls tödliche Gewalt.

 

Geschockt? Entsinn dich, wenn du magst an den Dalai Lama und seine Aussage: „Ein Schlag kann sowohl ein Akt der Gewalt, als auch ein Akt der Liebe sein. Dann nämlich, wenn umfassenderes Leid vermieden wird.“

 

Und was sagt das Strafgesetzbuch aus? Jeder Mensch hat das Recht sich in angemessenem Rahmen zu verteidigen. Auch mit Gewalt, so es keine andere Lösung gibt. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass diese Gewalt angemessen ist. Wirst du beispielsweise geschlagen, darfst du dich auf keinen Fall mit Hilfe eines Gegenstandes wehren, es sei denn er ist nachweislich reflexartig genutzt worden. Beispielsweise ein Regenschirm, den du gerade in der Hand hattest. Besteht Gefahr an Leib und Leben, kannst du dich auch tödlich wehren.

 

So etwas lernt jeder Mensch, wenn er eine Kampfkunst oder einen Kampfsport erlernt. Auch ich habe dies also gelernt. Und jeder lernt auch, dass Deeskalation die beste Selbstverteidigung ist und also Demut wichtiger ist, als zuschlagen oder zutreten zu können. Danach, als zweitwichtigste Waffe ist das Schreien und Weglaufen in Betracht zu ziehen. Erst wenn nachweislich alles nicht zur Konfliktlösung beigetragen hat, weil der Andere dir evtl. nachstellte und du nicht entkommen konntest, darf Gewalt angewandt werden.

 

Der Kampfsportler oder Kampfkünstler steht grundsätzlich bereits mit einem Bein im Gefängnis, weil vorausgesetzt wird, dass er Situationen zu meistern in der Lage ist, damit er einem Kampf entkommen kann.

 

So war Emin Boztepe in den 90ern, der als erfahrener und geehrter Kampfkünstler, unter anderem Techniker des Jahres, in einer Diskothek von mehreren Neonazis angegriffen worden von denen einer sogar eine Schußwaffe dabei gehabt haben soll. - So die Medien. - Er schlug mehrere Angreifer kampfunfähig, schoss auf einen weiteren und konnte sich so dem Angriff erwehren. Das Gericht urteilte letztlich auf „unschuldig“. - Seltsamer Weise, wenn es gegen einen einfachen Bürger geht, ermitteln sie sofort und umfassend. Geht es jedoch gegen Banker, Unternehmer, Aktionäre oder Politiker, wird fast jede Klage abgewiesen. Falls überhaupt eine gestellt wird.

 

Bedenke also gern, wenn du magst, ob das Dogma „Gewalt ist keine Lösung“ lediglich vorgeschoben ist, um im Ernstfall möglichst wenig Gegenwehr zu erleben, falls der Staat gewaltsam die Pfründe der wenigen Profitöre des Ganzen verteidigt. In jedem Fall sage ich heute, dass Gewalt eine Option bleiben muss. Eine, die möglichst nicht genutzt werden sollte, aber zu nutzen ist, wenn mehr Leid abgewandt werden kann.

 

Lutz war es übrigens auch, dank dem wir uns nach einem Akt der Liebe in Form eines Schlages tränenreich alle umarmten. Ich weiß nicht mehr, worum es ging, jedoch weiß ich noch, was er sagte: „Aber ich bin doch zum lieb haben da!“ So viel zur Weisheit von Kindern.

 

Antiautoritär heißt nicht ohne Regeln!

 Der Grundgedanke der antiautoritären Erziehung kam in den 60ern, Anfang der 70er Jahr auf. Zu der Zeit der Hippie- und Friedensbewegung, dem Bewusstwerden des Tierwohls, zu der Zeit also, von der Jeremy Riffkins, Berater auch von Obama und Merkel sagt, dass es die Zeit in der Entwicklungsgeschichte des Menschen ist, in der der bisher maximalste Ausdruck des kollektiven empathischen Bewusstseins der größte war. In seinem Buch, „Die empathische Revolution“ zeigt er an Hand der Entwicklungsgeschichte vom Neandertaler bis zum heutigen Menschen auf, dass wir uns gezeitenartig und konsequent mit wachsender Tendenz hin zu einem umfassendere Ausdruck eines empathischeren Menschseins entwickeln. Da nach einer Flut auch eine Ebbe folgt, erleben wir aktuell wohl wieder Jahre des Leids, des fehlenden Einfühlungsvermögens und des Mangels an Solidarität, wie auch des Mangels an Selbstwert und Selbstbewusstsein. Geschweige denn des fehlenden Bezugs zu unseren Bedürfnissen und im Gegenzug der Art viel Ersatzbefriedigung. Allen voran stumpfsinniger Konsum mit dem Ziel das absolute Schnäppchen zu machen und der oberflächlichen Bespaßung. Tiefgehende Befriedigung, Seeligkeit ist den meisten fremd, obwohl wir Menschen stetig mehr werden, die dies als Ziel haben und den Weg dorthin entsprechend mal mehr schlecht als Recht, aber immerhin, vorleben.

 

Bei uns ist die Folge von falsch verstandener Antiautorität an Hand von Elia absolut zu erfassen. Da sowohl Sonja, als auch Beate traumatische Erfahrungen gemacht haben, die sie noch bis zu diesem Zeitpunkt extrem prägten, die eine wurde selbst mißhandelt, der anderen wurde Respekt und Liebe durch die Eltern, bzw. die verbliebene Mutter so gut wie nie vermittelt, selbst in den letzten Jahren nicht, hatten die beiden antiautoritär wohl mit absolut gewaltfrei erfasst. Allerdings bezogen sie in die Kalkulation nicht ein, dass Kinder durchaus gewaltsam agieren und reagieren, bzw. auch manipulieren. Ergo wurde der sinnvolle Grundgedanke der antiautoritären Erziehung, ein Umgang auf Augenhöhe konterkariert. Da die beiden Frauen, die möglichst friedvoll agierten, dort der Sohn, der das immer mehr nutzte, um sich zum Tyrann zu entwickeln.

 

Hatte ich Beate bereits bei unserem Kennenlernen meine Theorie darüber mitgeteilt, dass wir zunächst meist den oder auch jene Menschen an unserer Seite haben, dank derer wir uns über unser Wohlsein hin zu einem empathischen Menschen entwickeln können, so meine These, bekommen wir bei Weigerung des Erfassen dessen was zu als Quintessenz zu erleben ist, nach und nach immer schmerzhaftere Erfahrungen. Mitunter mit demselben Menschen, oft auch durch das Hinzukommen eines oder mehrerer anderer Menschen. Und so kam es auch. Was Beate durch mich gespiegelt bekam, aber nicht behandeln wollte, wurde ihr schmerzlicher durch Lutz gespiegelt und nun sogar leidvoll durch Elia. Doch ein Trauma, oder mehrere Traumen, die sie bis dahin nicht fand und in der Folge auch nicht auflösen konnte, führten dazu, dass sie weder sich selber heilen konnte, noch durch eine andere Attraktion ein anderes Erleben wahrnahm.

 

Sonjas Traumen wiederum ließen nicht zu, dass sie sich den immer gewaltigeren Attacken von Elia nichts entgegenzusetzen hatte.

 

Allerdings waren wir übereingekommen, dass ich mich erst einmal aus der Beziehung zu Elia und seiner Entwicklung heraushalte.

 

Wenn nicht durch Wohlsein, dann durch Schmerz oder Leid?

 Nach zwei Jahren wurde es mir jedoch zu viel und ich wir hoben während einer Besprechung zu dritt unsere Vereinbarung, dass ich mich heraushalte, auf.

 

Vorausgegangen war, dass Elia, der auch zu Sonja ging, die ihn beruflich als Tagesmutter betreute, uns immer weniger an sich heran ließ. Als Eltern machte uns das schwer zu schaffen. Ergo kamen wir nur noch zum Schluss, dass es so nicht weiter gehen kann, da Beate und ich bewusst hatten, dass zum Setzen von bisher nicht gekannten Grenzen auch Gewalt dazu gehören kann, Sonja aber nicht bereit war, da mitzuziehen.

 

Sonja jedoch sah ein, dass wir als Eltern unseren Sohn so einfach nicht ihr überlassen wollten. Und so kamen wir überein, dass der Kontakt zwischen ihm und ihr so lange ruht, bis der Kontakt innerhalb der Kernfamilie so ist, dass er unsere Grenzen akzeptiert.

 

Binnen von 14 Tagen war es so weit. Elia bekam teils schmerzlich zu spüren, dass Beate nicht mehr alles mit sich machen ließ. Und die Flucht zu Sonja war nicht mehr möglich. In der Konsequenz wurde er zunächst aggressiver, dann ruhiger und zugänglicher. Bis er nach dieser kurzen Zeit wieder als „unser Sohn“ zu erleben war, der sich in die Familie einfügte.

 

Logisch schoss er ab und an quer. Manchmal auch weitaus mehr als ab und an. Doch uns geht es ja genauso. Wir wollen keine Ja-Sager erziehen, sondern uns auf Augenhöhe zueinander beziehen.

 

Ich bin das Licht…

 Allerdings wuchs Beate an ihrer Herausforderung mit mir und den Jungs nicht so, wie es hätte unter anderen Umständen sein können, wie wir alle annehmen.

 

Hier füge ich eine Zusammenfassung einer Geschichte ein, die Neal Donald Walsh aus seinem Buch für Erwachsene kindgerecht erschuf. Das Buch heißt „Ich bin das Licht – Die kleine Seele spricht mit Gott“.

 

Im Seelenreich feierte die kleine Seele gerade eine Erleuchtung. Gott wurde aufmerksam und kam hinzu. Die Seele erklärte ihm, dass sie erfasst habe, dass sie reinstes Licht sei. Und da es exakt so ist, feierte Gott mit.

 

Dann aber hielt die Seele inne und zeigte auf, dass sie nun zwar wisse dass sie Licht sei, aber nicht erfassen könne, was das bedeutet.

 

Im Laufe des Dialogs waren andere Seelen herbei gekommen. Und nach einem Hin und Her der Sichtweisen, sagt die kleine Seele, dass sie also auf der Erde reinkarnieren wolle; eine andere sagte, dass sie hinzukommen werden, um ihr etwas Schlimmes anzutun, damit sich die andere als Vergebung erfahren könne. Die Kernaussage, um die es mir hier und jetzt geht lautet:

 

„Und wenn ich dann zu dir komme und dir das Schlimmste antue, was ich anzutun in der Lage bin, dann ist es wichtig, dass du daran denkst, dass wir liebende Seelen sind, die einander helfen. Vegisst du das, erfasse auch ich es nicht mehr. Und dann brauchen wir eine weitere Seele, die uns da wieder herausholt.“ Und Gott sagt zufrieden: „Und denkt stets daran, ich habe euch immer nur Engel geschickt.“

 

Bastian, der dritte im Bunde

 Bastians Zeugung bekam nur Beate mit. Hatten wir es noch beide auch wieder bei Elia bemerkt, so nun nicht nur noch sie.

 

Bastian erlebte noch mehr und noch intensivere Konflikte im Bauch von Beate mit. Im Resultat kam er binnen fünfzehn Minuten nach dem Platzen der Fruchtblase zur Welt.

 

Die Hebamme, die wir per Vertrag von allen Folgen entbanden, weil sie eine Freundin von uns war, kam gar nicht mehr in Betracht. Diesmal wollten wir bewusst alles alleine machen.

 

Gesagt, getan.

 

Übrigens ist es für mich interessant zu erleben, dass Lutz, unser Erstgeborener, der feinfühligste der drei ist. Er erlebte die harmonischste Phase unseres Miteinanders.

 

Elia ist derjenige, der viel einsteckt ohne zu Mucken, was ich mit Sorge wahrnehme. Sehe ich doch seine Wut und auch, dass er sie nur dann raus läßt, wenn er keine Gefahr sieht, dass die Folgen sich gegen ihn wenden. Schon im Alter von drei Jahren spielte er der Art ruppig, dass Zehnjährige sich weigerten weiter mit ihm zu spielen. Ihm fehlte die Feinfühligkeit. Erst jetzt, im Frühjahr 2017 erleben wir, dass er auch liebvolle Akte seines Bruders ihm gegenüber zulässt und selbst liebevoller ihm gegenüber wird.

 

Spannender Weise geht jedoch kaum einer von beiden Jungs aus dem Haus, ohne zu sagen: „Ich liebe dich! Viel Freude!“ Und wer hat damit begonnen? Elia, nach dem er seine Grenzen gesetzt bekam…

 

 Bastian ist es, dank dem Beate aktuell oft verzweifelt. Aber auch, weil sie alle drei lange und oft „an der Backe hat“, da ich damit befasst bin Möglichkeiten zu generieren, dank der wir endlich, nach sechs Jahren aus dem Hartz IV-Bezug herauskommen können.

 

Und auch, weil ich es gelernt habe auf mich zu achten und mir Zeit für mich zu schaffen, was meine Jungs und auch Beate akzeptieren. Beate hat im Gegenzug aber noch immer nicht genug Selbstliebe und Selbstachtung, um ebenso vorzugehen. Obwohl sie bereits viel, sehr viel gelitten hat.

 

Da ich nach sieben Jahren aber nun endgültig auch die Nase davon voll habe ihre Konflikte zu befrieden, zeigt sich, dass Hilfe zur Selbsthilfe auch der Weg sein kann, den Geliebten vor die Wand laufen zu lassen. So oft und immer heftiger, bis er, in diesem Fall sie, sich der Art übel weh tut, dass er inne hält, reflektiert und endlich bereit ist, seine diesbezüglichen Traumen und Konditionierungen zu erfassen anzusehen, wertzuschätzen und dann zu heilen.

 

Mancher Mensch lernt das bis zu seinem Tod nicht und braucht eine (weitere) Reinkarnation, um dieses Thema zu meistern.

 

 Oft haben wir erfasst, dass es grundsätzlich inzwischen fast schon unmöglich geworden ist, dass Beate an uns erwächst. Ich meine ihr mehr zu schaden, als zu helfen und schlug schon mehrfach eine Trennung vor. Was nutzt eine Beziehung, in der inzwischen fast jedwede Hilfestellung als Angriff erfasst wird? Und wem nutzt sie?

 

Den Kindern, so lange wir nicht zu sehrt aufeinander losgehen und ihnen stets vorleben, dass nach einem Konflikt auch grundsätzlich wieder eine Annäherung möglich bleiben kann. So lernen die Kinder ein sinnvolles, da soziales Konfliktmanagement. Alles hat eben auch seinen Sinn, wie wir meinen.

 

Ein anderer Hof

 Nachdem der Konflikt mit unserem Vermieter weder für ihn noch für uns noch weiter dienlich war, fanden wir dann auch einen anderen Hof. Leider nicht den, den unsere Egos sich wünschten, doch grundsätzlich so, wie wir ihn uns im Ungefähren erhofft hatten. Altes Fachwerk mit wenigstens ein paar tausend m² Land am Hof. Innerorts statt Ortsrandlage zwar, doch, was Beate sich wünschte, endlich nicht mehr in Alleinlage.

 

Und mit dem Hof kam auch ein anderes Erleben. Lutz, der bis dahin nicht zur Schule gehen wollte, weshalb wir auch in Dänemark einen Hof zu finden hofften, aber ihn eben nicht bekamen, wollte, kaum umgezogen, auf einmal zur Schule gehen. Die Empfehlung zur Rückstellung um ein Jahr in der Tasche machten wir uns zu dritt auf, um die Rektorin beschnuppern zu können.

 

Ich sagte ihr, dass es uns nicht darum geht, einen braven Pflichterfüller zu erziehen, sondern darum einem Jungen zu helfen seine Talente zu entdecken und ihm dort etwas nahe zu legen, wo er interessiert sei. Würde er nicht zur Schule gehen wollen, würden wir ihn nicht zwingen. Würde er keine Hausaufgaben machen wollen, würden wir ihn nicht zwingen. Würden wir länger geschäftlich verreisen, würden wir ihn aus der Schule nehmen und den Lehrstoff mit auf reisen nehmen wollen.

 

Die Rektorin war einverstanden. Leider lehnte sie wegen eines Bunrout jedoch ab, die Schule zu einer Schule der Zukunft umzustrukturieren, in der Kinder altersübergreifend lernen, Lernorte geschaffen werden, in denen also zunächst Kinder anderen Kindern etwas erklären, wenn diese nicht erfassen können, wie etwas ist und erst zuletzt, der Lernbegleiter hinzugezogen wird, um dem Kind zu helfen erfassen zu können. An solchen Schulen gestalten Kinder den Lehrplan genauso mit, wie den Unterricht, da die Pädagogen erfasst haben, dass sie einem Kind nichts beibringen können und ein Kind, wenn es interessiert ist dreimal so viel Lernstoff erfassen kann, als ein jeder Lehrplan vorsieht.

 

Als nächstes suchte die die Klassenlehrerin für dieses Thema zu gewinnen, dann die Vorsitzende der Elternschaft, oder wie auch immer das heißt. Aber beide sind der Art in der Tretmühle und halsen sich auch noch zusätzlich so viel Ehrenamtliches auf, dass dann neben der Familie kein Platz zu sein scheint, um ihr Leben absolut umzukrempeln.

 

Und da laut Platons Höhlengleichnis der Überbringer einer anderen Sichtweise grundsätzlich Gefahr läuft getötet zu werden, damit sich alle anderen weiter vormachen können, dass ihre Fußfessel ein goldenes Fußkettchen ist, beschloss ich abzulassen. Missionieren mag außer extrem devoter Menschen wohl keiner, wie ich meine.

 

Aktuell geht das Gerücht um, dass der Sportlehrer gezwungen werden soll als Rektor tätig zu werden. Wenn das stimmt, könnte er der ideale Ansprechartner dafür sein, da er am eigenen Leib erlebt, wie es ist, etwas tun zu sollen, was er nicht tun will. Wie viele Kinder eben auch. Ich bin jedenfalls am Ball. Schrieb ihm vor einigen Tagen einen entsprechenden Brief und bin gespannt, wie er darauf reagiert. Eine Schule, in die fast alle Kinder gerne gehen, weil dort das Kind, seine Bedürfnisse und Interessen im Mittelpunkt stehen und nicht die Dressur zu einem braven Pflichterfüller, das wäre für mich als Kind auf jeden Fall ein Traum gewesen. Na, wenn es sein soll, wird es kommen. Egal wie.

 

Ähnliche Strukturen lösen sich anders

 Faszinierender Weise erleben wir auch auf diesem Hof, dass auch hier die Übereinkunft zum Mietkauf nicht eingehalten wird. Wir haben alles Mögliche unternommen, um dies zu erleben. Doch der Vermieter, in Person der Vorsitzende des Vereins der den Hof mit der Auflage geschenkt bekam, dass er gemeinnützig genutzt wird, teilte uns mit, dass er weder wolle, dass wir den Verein übernehmen, noch dem Mietkauf zustimmen würde.

 

Er gab vor, dass wir uns an den neuen Eigentümer, angeblich dem Kinderschutzbund der Region zu wenden hätten. Dieser wiederum teilte nach mehreren Anläufen mit, dass er den Hof gar nicht erst übernehmen wolle.

 

Unter Druck setzte uns vor allem unsere Interpretation der Aussage unseres Vermieters, dass der Verein binnen von drei Monaten liquidiert würde. Eine weitere Falschaussage, die wir von ihm erlebten. Immerhin, er will uns den Hof trotzdem noch immer überlassen. Warum, das bleibt Spekulation. Er spricht nicht mehr mit uns.

 

Die Nachbarschaft ist ebenfalls spannend. Hier eine Bedienstete des Jugendamtes, die aus unserer Sicht eine große Herausforderung mit der sozialen Kompetenz hat und zugleich die Ehefrau eines leitenden Bankangestellten ist. Danach gefragt, ob sie jemanden kenne der einen Frontlader hat und uns helfen wolle, wusste sie niemanden. Obwohl, wie sich später herausstellte sie selbst einen eben solchen haben. Kinderstreiche sind bei ihr sofort Sachbeschädigungen und dem Hilfsgebot entgeht sie mit Forderungen nach Renovierung der Optik des Hauses, da es so unschön sei.

 

Dort eine Bedienstete des sogenannten jobcenters, welche bewusst wegschaut, wenn sie uns sieht. Über x Ecken erfuhr ich, dass sie der von uns in unserem Vorgarten geparkte Wohnwagen störe. Uns selbst sprach sie nie an. Als ich damit zu ihr ging und zum Ausdruck brachte, dass es mich wundert, dass sie uns nicht direkt anspräche, wich sie aus. Zu den mehrfach geschenkten und ihr vor die Tür gelegten Eiern aus unserer Freilandhaltung haben wir bis heute nichts gehört. Obwohl die Eier erst vor der Tür lagen, nachdem wir zuzogen und unser Geflügel bewusst zu erleben war.

 

Da ist die andere Nachbarin direkter. Sie brachte die Eier irgendwann zurück und sagte, dass sie die nicht haben wolle. Ein anderes Erlebnis als auf dem anderen Hof. Dort schenkten wir zu Ostern jeder Familie im Dorf zehn Eier. Und obwohl eindeutig zu erfassen war, von wem diese sind, erlebten wir keine Rückgabe und auch keinen Dank. Wie wir dort auch erlebten, dass zehn Gutscheine über eine einstündige Körperbehandlung den Weg nicht mehr zu mir zurückfanden. Was wir hier auch wieder erleben.

 

Dafür erleben wir aber auch freundliche Nachbarn. Hier bekomme ich Hilfe, dort Pferdeäpfel umsonst. Da aber auch wen, der mich anzeigt, dass ich Pferdemist bei ihm gestohlen hätte, obwohl eindeutig ist, dass es sich, wenn überhaupt, um ein Missverständnis handelt. Hatte ich ihn doch darüber aufgeklärt, dass eine Lebensgefährtin und den kostenfreien Abtransport erlaubt habe und ich gern Eier, Marmelade oder Saft aus eigner Herstellung, bei den eiern tun das allerdings unsere Hühner, alles Bio schenken würde. Er aber beharrte darauf, dass ich den inzwischen ins Erdreich eingebrachten Mist zurückgebe. Warten wir ab, was der Staatsanwalt dazu sagt.

 

Nachbarschaftshilfe, was ist das, scheint der O-Ton im Dorf zu sein. Miteinander reden, um Konflikte zu klären, auch. Lieber wird die Polizei hinzugerufen oder ein Amt eingeschaltet. Jedes Mal wurde allerdings die Angelegenheit zu den Akten gelegt, weil entweder erfasst wurde, dass wir gesetzeskonform gehandelt haben oder aber authentisch ehrlich sagten, von nichts gewusst zu haben.

 

Lassen wir uns überraschen, was noch alles folgt. In jedem Fall haben wir das Nomadentum für uns entdeckt. Also bisher nur die großen Jungs und ich. Beate ist da noch nicht so dabei.

 

Ich ziehe seit dem Herbst 2015 von Mittelaltermarkt zu Mittelaltermarkt und von Musik-Event zu Musik-Event. Und ich erlebe, dass meine Dienstleistung noch immer Wert geschätzt wird. Dieses Jahr werden wir oft mit der ganzen Familie reisen. Mit der Hoffnung, dass auch Beate daran Gefallen findet und daran wächst.

 

Die Möglichkeiten und Zeichen deuten darauf hin! Sie näht inzwischen nicht nur gern, sondern auffallend geschickt. Selbst ihrer Mutter entlockte dies ein Kompliment. Und die ist eine gelernte Schneiderin!

 

Nachdem ich in einem Gespräch nach dem anderen immer wieder einbrachte, dass Näherinnen auf Mittelaltermärkten Wert geschätzt sind, scheint sie zu überlegen, wie sie dort Fuß fassen kann. Vorgestern sprachen wir denn auch darüber, wie sich nennen könne. Ich, der „Leybkneter Brahmaswarup“, wir als Sippe des Leybkneters und sie als als „Sney Birin“. Was ins Deutsche der Jetztzeit übersetzt so viel heißt wie, die Schneiderin der Bären. Nahe liegend für Insider, nennen wir die Kinder doch seit Geburt auch „Lutzebär, Eliabär, Bastibär“ und sie uns „Papa- und Mamabär

 

Es heißt doch, es wächst zusammen, was zusammen gehört, oder? Und heißt es nicht auch, dass der Mensch sich für das einzusetzen hat, was ihm wertvoll ist? Nun, das machen wir. Und wir werden unsere Ernte daraus erleben.

 

Ja, aber was ist denn nun mit eurer Beziehung untereinander?

 Auch hier gehen wir andere Wege. Eine räumliche Trennung kommt weder für Berate, noch für mich in Betracht, da wir beide uns wünschen, dass jedes Kind zu jeder Zeit mit möglichst geringem Aufwand zu dem Elternteil gehen können soll, zu dem es gehen möchte.

 

Was wir uns vorstellen können ist, dass wir, mit anderen Partnern, in zwei Haushalten auf dem Hof leben. Da wir eh eine offene Beziehung führen und bereits erlebt haben, dass diese auch so funktioniert, wäre dies eine Lösungsmöglichkeit.

 

Die andere ist die, dass wir auch als Partner wieder zueinander finden.

 

So oder so, werden wir Freunde bleiben. Etwas, dass ich, wie die offene Beziehung, bisher noch nie während oder nach einer Beziehung erlebt habe, scheint bei uns zu funktionieren.

 

Zur Abrundung einige Gedanken

 Das Leben entwickelt sich, während Menschen es anders planen. Wichtiges geschieht, während Menschen anderes als wichtiger erachten. Im Jetzt sein ist das Ziel. Doch leben die meisten von uns, auch wir, noch immer mehr im Gestern oder im Morgen.

 

Lasst uns öfter im Sein sein und das Wertschätzen was ist, bzw. Was wir aus dem Erlebten heraus interpretieren. Wenn wir weder Geist noch Körper sind, haben wir beides wohl, um an Hand derer beiden etwas erfassen zu können. Damit hat alles was wir dank Körper und Geist erleben auch einen Sinn zu haben.

 

Halten wir inne, wenn wir uns unwohl fühlen, um zu reflektieren was uns diese Emotion sagen will. Ändern wir die entsprechende Attraktion/Anziehungskraft in uns selbst durch Selbstheilung und bewusste Umkonditionierung. Erschaffen wir damit eine Attraktion/Anziehungskraft für das, was wir erleben wollen und handeln entsprechend konsequent kongruent, ändern wir also zunächst unsere Struktur, ändert sich dadurch unser Charakter und daraufhin unser (Er-)Leben.

 

Und genießen wir unser Wohlgefühl als Indikator für die Synchronizität von Entwicklung und Lebenssinn, als gelungene Ernte dessen, was wir selbst gesät haben. Dann brauchen wir immer seltener über Schmerz oder gar über Leid lernen.

 

Es kann an der Zeit sein, für ein heilendes Miteinander.

 

Doch erschaffen können wir es nur durch das Vorleben, was authentisch nachvollziehbar für andere den Wunsch in sich ihnen selbst entstehen lässt, auch so leben zu wollen. Das ist für mich der wirkkräftigste Weg für Heil, Liebe und Frieden. Dies alles öfter, langanhaltender und umfassender vorzuleben, wo es erlebbar ist. In unseren inneren und auch äußeren Dialogen. Sich auch als wertvoll wertschätzen, wenn wir anderes tun, ist das was wir brauchen, um mehr von dem erleben zu können, was wir erleben wollen. Denn alles hat einen Sinn, auch das vollkommen Unvollkommene des Menschseins. Lass uns daran erwachsen, damit das Gegeneinander, der Wettkampf wie der Krieg obsolet werden.

 

Das heilsame Miteinander hat sich erst einmal zu behaupten, damit erfasst werden kann, dass es stark genug ist, um das Gegeneinander ablösen zu können. Deswegen erleben wir aktuell so enorm viele enorm große Konflikte und Kriege, denke ich. Es ist das letzte Aufbäumen des Alten, das Aufbäumen während des Sterbeprozesses, die schöpferische Zerstörung, dank der erst der Raum für das andere entstehen kann.

 

Was hat das alles gebracht?

 Wir haben den 23.11.2018 und wir erleben aktuell einen Stau. Obwohl wir seit fünf Monaten ohne den Bezug von Leistungen zur Existenzsicherung leben, uns aber weiter dem Staat gegenüber für die Wahrung unserer Rechte zu verteidigen haben, aktuell wird uns der Kindergeldzuschlag unter hahnebüschenen Gründen genauso verweigert, wie das sogenannte jobcenter Mittel unrechtsmäßig auch bei unseren Kindern einzutreiben sucht (Sippenhaft); obwohl uns geschäftlich bis heute Morgen alles um die Ohren zu fliegen drohte, erleben wir doch eine weitere Entwicklung. Dank einer weiteren Lösung von Ursachen, die in Anziehungskraft münden.

 

Seit Jahren bin ich an einem traumhaften Hof interessiert und hatte die Inhaberin, welche den Hof mehrfach zum Verkauf anbot, immer und immer wieder angeschrieben. Stets höflich und, egal was ich fühlte, möglichst frei von Druck machte ich klar, dass wir den Hof Wert schätzen und ihn gern via Mietkauf erwerben würden. Doch sie lehnte jedes Mal ab.

 

Letztlich kam sie vor einigen Wochen auf uns zu und bot uns den Mietkauf an. Aktuell haben wir die Mittel zu erzielen, die wir brauchen, um die Entstehungskosten des Mietkaufes, rund 8.000,00 €, bezahlen zu können.

 

Eine andere finanzielle Hürde haben wir aktuell gemeistert. Ein Lieferant, der bis heute Morgen darauf bestanden hat, dass wir sämtliche Außenstände bis zum 20.12.2018 zu begleichen hätten, räumte uns auf, ebenfalls erneute, Nachfrage nun ein, dass wir eine Hälfte bis Ende Mai 2019 bezahlen können. Womit die Möglichkeit im Raum steht nach dem Weihnachtsgeschäft die Kosten für den Mietkauf bezahlen zu können.

 

Und auch bei einem seit Jahren leidvollen Thema, Autos und Wohnwagen, beides brauchen wir, da wir als Freiberufler und Schausteller reisend tätig sind, tut sich etwas. Die Fahrzeuge werden entweder zuverlässiger oder wir haben die Mittel sie reparieren lassen zu können. Das sah vor zwei Jahren noch völlig anders aus!

 

Wir lassen uns überraschen, wie es mit uns als Mensch, als Partner, als Familie, als Bevölkerung, national wie auch international, weiter entwickelt.

 

 Das Fraktal, das also auf allen Ebenen gleich Erlebbare, scheint uns die Entwicklung zu sein. Hin zur Mündigkeit und hin zur Mitbestimmung. Ob wir dahin über noch größere Konflikte und Kriege zu gehen haben oder den individuellen wie auch den kollektiven Bewusstseinswandel friedvoll meistern können, das hängt von zwei Faktoren ab.

 

Ersten geht es um die Erkenntnis, dass wir Wert sind weil wir sind und nicht mehr wertvoll, weil wir sogenannt Gutes tun. Wenn wir erfassen, dass wir selbst perfekt unperfekt sind, dass wir erkennen, dass alles in uns in Leibe angenommen sein will, können wir auch erfassen, dass es auch anderen so geht.

 

Zweitens geht es um das Thema Los- bzw. Zulassen. Werden genug Menschen frühzeitig genug loslassen und Änderung zulassen? Oder wird die Maße verzweifelt an ihren Pfründen und an überholenswerten Vorstellungen festhalten und weiter machen wollen wie bisher?

 

Die Zeichen stehen auf „Bewusstseinswandel“ wie mir scheint. Doch möglicherweise interpretiere ich auch unpassend und es endet erst in einem tyrannischen Nationalismus. Dem, in dem Trump und seine Wähler stecken, wie auch jene, die bei uns in CDU, CSU, SPD, Die Grünen, der FDP und der AfD weiterhin eine Lösung suchen, obwohl alle noch mehr dessen wollen, was die Miesere ausgelöst und bis dato verschärft hat. Auch zwischen der EU und Italien, bzw. UK, bzw. Griechenland, bzw. Portugal. Überall geht es um die Auflösung von Machtpositionen und dem Wunsch der einen, sie beizubehalten oder gar ausbauen zu können, bzw. dem Wunsch der Anderen, endlich einen radikalen, also von den Wurzeln her, Wandel zu erleben, der das Gesund Miteinander, den nächsten Schritt hin zum empathischeren Menschen trägt.

 

Ob es der Erde rechtzeitig hilft? Sagen wir es mit einem Witz: Ein Planet trifft die Erde und fragt: „wie siehst du denn aus?“ Darauf die Erde: „Ich trau es mich kaum zu sagen. Ich habe Homo Sapiens.“ Der andere: „ach, das wird schon. Hatte ich auch mal. Geht vorbei.“

 

Womit zweierlei gesagt ist:

 Alles verändert sich immer. Alles hat eine Alternative. Wie auch, dass der Mensch parasitär zwar seinem Wirt schadet, letztlich aber nur seinen eigenen Untergang als herrschende Art entgegen geht. Und es geht um die Zeit, die wahrlich alle Wunden heilt.

 

Frag dich gern:

 Wer und warum bin ich hier?

Was drücke ich aus und was will ich tatsächlich ausdrücken?

Wie komme ich dahin und wer mag mir dabei helfen?

 

  Mein eBook "Der Sanfte Weg" mag dir dabei helfen.

 

Herzliche Grüße

 Axel