Das große Bild

Während die Einen die Corona und die Maßnahmen sehen, sehen andere was übergeordnet abläuft. Will heißen, welchem Ziel das dient.

 

Aber kaum jemand fragt, wie es sein kann, dass so viele öbrigkeitshörige Ja-Sager unterwegs sind. Dabei ist die Begründung recht einfach.

 

Verlust des Urtrauens und Verdummschulung.

In der Folge die Selbstverschuldete Unmündigkeit, die eben zu Ja-Sagern führt, da die Bedienanleitung für ihr Hirn und Herz schon in der Schule veroren gegangen war.


Gerichtsurteil:

Corona-Verordnungen sind ohne gesetzliche Grundlage ungültig

 

Während der erste Richter im Land erfasst, wovon ich seit Monaten, andere noch langer, rede, legt der Staatsanwalt (!) Beschwerde ein.

 

Damit dürfte wohl klar sein, dass er de facto nicht dafür da ist die Bevölkerung zu schützen, sondern, wie der Name bereits aussagt, den Staatsapparat. Jetzt frag ich mich allerdings:

 

Schützt der Staatsanwalt nun die verlorengegangene Demokratie

oder bereits die etablierte Diktatur?

 

Quelle


 

Peinlich für die "Verfassungsrechtler", welche die ganze Wahrheit, laut Meldung vom 15.1020, nicht sehen wollten:

 

"Verfassungsrechtler: Corona-Maßnahmen stehen in Konflikt mit rechtsstaatlichen Prinzipien"

 

Zitat:

"Verfassungsrechtler äußern ihre Bedenken gegenüber dem weitgehend "exekutiven Regelungsregime der Corona-Verordnungen". Der Bundestag müsse die Maßnahmen verfassungsrechtlich absichern. Auch die Linke fordert, die Corona-Politik demokratisch zu legitimieren.

 

Einem Bericht der dpa zufolge fordert Lars Brocker, Präsident des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz, die Corona-Maßnahmen dringend auf solide gesetzliche Füße zu stellen. Die Verwaltungsgerichte könnten einzelne Vorschriften (sic) der Corona-Rechtsverordnungen "von einem Tag auf den anderen kassieren", da sie gegen den Parlamentsvorbehalt und damit gegen die Verfassung verstießen, so Brocker."

 

Quelle


"Müssen da wirklich erst Köpfe rollen…
…bevor wir endlich den Wert der Meinungsfreiheit verstehen und verinnerlichen? Der abscheuliche Mord an dem französischen Lehrer durch einen religiösen Fanatiker mahnt uns neuerlich und nachdrücklich, mit der Meinung anderer wie Voltaire umzugehen: „Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich würde bis zum Äußersten kämpfen, dass Sie es sagen dürfen“. Nur so funktioniert liberté. égalité, fraternité oder bei uns Einigkeit und Recht und Freiheit."

 

Link zum Beitrag


Resonanzstörung – Zur Zuspitzung der Mensch-Natur-Beziehung

ZITAT:

So viel Wissenschaft war selten. Virologen sagen uns, wie gefährlich die Lage ist, Ökonomen, was der Lockdown kostet, Sozialwissenschaftler, wer was zu verkraften hat. Dass die Empfehlungen nicht nur je nach Experte, sondern auch je nach Wissenschaftsdisziplin voneinander erheblich abweichen, zeigt sich täglich. Entscheiden muss die Politik. Doch der mangelt es an Orientierung. - von Prof. Dr. Fritz Reheis

 

...

Läge es nicht nahe, so der Vorschlag, statt des Geldes, das ja oft in einem Atemzug mit der Zeit genannt wird („Zeit ist Geld“), probehalber einmal die Zeit selbst ernst zu nehmen, ohne sie gleich auf das Geld zu beziehen? Die Zeit verbindet tatsächlich alle und alles, sie ist universeller und älter als das Geld. Der Blick auf die Zeitlichkeit der Welt könnte uns ohne Umschweife zu jener Beschleunigung führen, die das Virus jäh gestoppt hat. Zeit- und Beschleunigungsforscher wie Karlheinz Geißler und Hartmut Rosa sehen in der „erzwungenen Entschleunigung“ deshalb die Chance, der Besinnung auf das Wesentliche im Leben, auf das, was bisher der Hetzerei im Hamsterrad immer wieder zum Opfer gefallen ist.

 

...

Eine erste Erkenntnis könnte sein, dass der derzeitige Tunnelblick auf Corona der Komplexität der Lage nicht angemessen ist. Es gibt bekanntlich noch andere Krisen, die uns die Globalisierung mit ihrer eigenartigen Beschleunigungsdynamik in den letzten Jahrzehnten beschert hat. Eine solche Ausweitung des Blicks könnte zu der Frage führen, was dieser Globalisierung eigentlich zugrunde liegt. Diese Frage steht bekanntlich seit Längerem im Raum.

 

...

Heute sind es neben der Corona-Krise die Klima- und die Flüchtlingskrise, die uns zu schaffen machen. Vor allen drei Krisen wird seit Jahrzehnten gewarnt, alle drei Krisen erfassen den gesamten Globus und erfordern deshalb globale Antworten, alle drei Krisen spitzen sich wie aus heiterem Himmel urplötzlich zu. Besonders beunruhigend ist: Alle drei Krisen haben das Potenzial, sich wechselseitig zu verstärken (auch wenn das Klima gerade aufatmet). Denken wir nur daran, dass Virus- und Flüchtlings-Krise vermutlich bald miteinander unheilvoll verschmelzen werden, wenn das Virus Flüchtlingslager und -unterkünfte erfasst haben wird. Oder an die von Experten prognostizierten noch viel gefährlicheren Viren, die aus auftauenden Gletschern und Permafrostböden demnächst freigesetzt werden könnten. Als vierte Krise muss natürlich die bevorstehende Wirtschafts- (inklusive einer zu erwartenden Finanz- und Staatsschuldenkrise) genannt werden, die heute schon den Ruf nach einem klimapolitischen Moratorium und nach gigantischen Abwrackprämien laut werden lässt.

 

...

Jetzt, nachdem der rasende Globalisierungszug nahezu zum Stillstand gekommen ist und die Spaßgesellschaften im globalen Norden pausieren müssen, stellen sich zwei Grundsatzfragen in aller Schärfe. Was treibt die Globalisierung eigentlich so an? Und gibt es zu dieser Art der Globalisierung überhaupt eine Alternative?

 

...

Gehen wir also auf der Suche nach Leitplanken für eine alternative Globalisierung in Gedanken doch einmal nicht vom Geld, sondern von der Zeit aus. Stellen wir die Frage, welche Geschwindigkeit der Globalisierung eigentlich angemessen ist. Welches Veränderungstempo verkraftet die natürliche Umwelt, die soziale Mitwelt und der einzelne Mensch? Versuchen wir es statt mit der Formel „Zeit ist Geld“ mit der Formel „Zeit ist Leben“, also mit einer „zeitökologischen“ Perspektive. Dann geht es nicht darum, ob sich etwas rechnet, sondern ob Ereignisse und Prozesse auch zeitlich zueinander passen. Im Kern geht es um Synchronisation, genauer: um Resonanz.

 

...

Eigentlich weiß jeder, wie stark auch wir Menschen auf Resonanz angewiesen sind: in Bezug auf die natürliche Umwelt, die soziale Mitwelt und die eigene Innenwelt. Wenn wir die Natur pfleglich behandeln, erwarten wir einen sicheren Raum zum Leben und dass sie uns gut ernährt. Wenn wir uns anderen Menschen mitteilen, erwarten wir, verstanden zu werden, wenn wir uns anstrengen, Anerkennung, wenn wir lieben, Gegenliebe. Und wenn wir eine Entscheidung treffen und entsprechend handeln, wollen wir hinterher mit uns im Reinen sein, soll es sich „stimmig“ anfühlen. Immer soll etwas zurückkommen, wenn wir etwas angestoßen haben. Ob das aber geschieht, ist nie ganz sicher. Resonanz ist letztlich „unverfügbar“ (Hartmut Rosa), weil viel zu viele Voraussetzungen im Spiel sind, die wir kaum je alle im Blick, erst recht nicht im Griff haben. Resonanz lässt sich also nicht erzwingen, nur erleichtern. Die kurze Geschichte der kulturellen Evolution des Menschen beweist, dass er sein Eingreifen in die Welt auch begreifen kann. Aufgrund dieser wahrhaft fundamentalen Resonanz ist der Mensch, mehr als jede andere Spezies, auf das ständige Lernen angewiesen, aber auch dazu befähigt – ein beispielloses Resonanzpotenzial, das uns Mut machen könnte.

 

...

Wo Resonanzen trotz allen Bemühens um Synchronisation ausbleiben, drohen böse Überraschungen. In uns selbst, wenn wir etwa aufgrund dauerhafter Überforderung ausbrennen, im sozialen Miteinander, wenn diejenigen, die dauerhaft nicht gehört und beteiligt werden, plötzlich ausrasten. Und in der Umwelt, wenn die dauerhaft geschundene Natur „zurückschlägt“ – durch Hochwasser und Trockenheit, Unfruchtbarkeit, Artenschwund und eben auch durch Viren. Wenn wir den Lebensraum von Tieren zu sehr einengen, uns gegen die von ihnen ausgehenden Gefahren zu wenig schützen und diese Gefahren obendrein zu schnell in alle Welt verbreiten, „zeigt“ die Natur der Spaßgesellschaft, dass der Spaß zu Ende ist.

 

...

Was in den Krisen „zurückschlägt“, ist nicht die Natur selbst, sondern unser fehlgeleiteter Umgang mit ihr: bei durch Viren verursachten Krisen die Zurückdrängung des Lebensraums der Tiere, bei der Klimakrise die Plünderung der Kohlenstofflager der Erde, bei der Flüchtlingskrise das Zulassen und Fördern von Lebensbedingungen im globalen Süden, die Menschen millionenfach bei uns Schutz und neue Lebensgrundlagen suchen lassen. Fehlgeleitet wird der Umgang mit Natur und Mitmensch durch eine geldgetriebene Globalisierung, die Räume systematisch ausdehnt und verdichtet, Zeiten und Zeithorizonte systematisch verkürzt – und dabei jedes Maß verloren hat.

 

...

Mehr Respekt für Rhythmen und Kreisläufe

 

Für die Zukunft der Globalisierung brauchen wir eine Art von Resonanzstrategie. Sie muss dafür sorgen, dass Rhythmen und Kreisläufe respektiert werden, die die Beziehungen des Menschen zu sich selbst, zu anderen und zur Natur bestimmen. Nur Kreisläufe sind nachhaltig, Durchläufe nicht (exponentielle Veränderungen sind potenziell tödlich). Prinzipien wie Reflexivität, Reziprozität (Wechselseitigkeit) und Regenerativität können konkretisieren, wie Resonanz in Bezug auf Innenwelt, Mitwelt und Umwelt ermöglicht werden kann. Klar müsste auf alle Fälle sein: Der Mensch hat kein angeborenes Recht, seinen eigenen Lebensraum immer mehr auszudehnen, Treibhausgase beliebig in die Atmosphäre zu blasen, Mitmenschen fast ohne Gegenleistung für sich arbeiten zu lassen und sich bei all dem auf ökonomische „Sachzwänge“ zu berufen, die er tatsächlich selbst geschaffen hat. (Der Mensch hat aber sehr wohl ein angeborenes Recht auf Arbeit, von der er leben kann, als „zivilisatorisches Minimum“, wie Oskar Negt treffend feststellt.)

Eine Resonanzstrategie müsste vor allem klare Prioritäten für das menschliche Wirtschaften setzen: Die Finanzwirtschaft dient der Realwirtschaft, die Realwirtschaft dem Menschen, mit all seinen wirklichen Bedürfnissen und wirklichen Fähigkeiten – nicht umgekehrt."


Bildquelle: Europapark
Bildquelle: Europapark

Die Achterbahn im Alltag

 

Gibt es sie überhaupt noch? Wenn ja, warum fahren dann so viele Menschen in Vergnügungsparks Acjterbahn?

 

Heute im Rubikon lese ich,

unter der Überschrift:

 

"Verordnete Gesichtslähmung

Die Corona-Maske ist ein Symbol dafür, dass wir uns Schritt für Schritt von unseren Emotionen entfernen.

 

Zitat:

"Das Bedürfnis nach einer Art Simulation einer gefährlichen Situation, dieses Kribbeln in der Magengegend, wenn der Wagen in Richtung Erdboden rauscht, um uns anschließend bei der nächsten Steigung mit aller Gewalt in den Sitz zu drücken? Was löst dieses Verlangen danach in uns aus? Ist es die Tristesse des Alltags, dem ereignislosen Dasein zwischen dem Verrichten des Haushalts und den Verpflichtungen aus Schule, Uni, Arbeit? Der uns permanent umgebende Dunst der Sinnlosigkeit? Die Kaskade aus langweiligen Situationen, in der sich die nachfolgende Situation bestens darum bemüht, die vorherige in ihrer Zähe zu übertrumpfen? Ist dann die Fahrt mit der Achterbahn ein kurzer Ausbrecher, ein kurzes Hinausgerissenwerden aus dem emotionalen Sumpf der innerlich empfundenen, omnipräsenten Dumpfheit der gelähmten Gefühlsregungen? Wie sonst ließe sich das erklären?...

 

...Ist das Gesicht zu zeigen, also das Zeigen des zentralen Bereichs unseres seelischen Ausdrucksvermögens, etwas, dessen wir uns schämen müssen? Wollen wir den gesellschaftlichen Zustand, in dem unsere echten Emotionen nur bedingt toleriert wurden, nun soweit auf die Spitze treiben, dass wir nicht einmal mehr unsere falschen Emotionen zeigen dürfen? Wollen wir uns nur noch so durch die Welt bewegen, als lägen wir mit einem Bein bereits im Intensivbett oder gar im Sarg?

 

Wenn wir das alles nicht wollen, sollten wir uns vor Augen führen, was wir wollen. Wollen wir nicht vielmehr eine Welt, in der die Menschen im doppelten Sinne unmaskiert durch die Welt gehen und dabei in ihrem Sein authentisch sind? Und wollen wir nicht eine Welt, in der die Achterbahnen durch unser Inneres verlaufen? In dem Sinne, dass wir Höhen und Tiefen in uns selbst fühlen, diese wahrnehmen und annehmen, statt einer Stimulation im Außen zu bedürfen? Und wenn wir das wollen, dann gilt, was für die Achterbahn gilt, auch für die zahlreichen anderen Bereiche des freudlosen Vergnügens.

 

Zum exakten Ort und Zeitpunkt dieser Niederschrift hätte hier in München das Oktoberfest starten sollen. Doch die Münchner Theresienwiese steht dieses Jahr leer. Keine Bierzelte, keine Buden, keine Fahrgeschäfte. Wir bleiben verschont von Bildern, auf denen Wiesn-Besucher mit Trachtenmaske, also einer Maske, die zu Dirndl und Lederhosen passt, durch München bummeln. Ein Hot-Spot des freudlosen Vergnügens fällt dieses Jahr flach, und wer dennoch nicht auf diesen verzichten möchte, muss diesjährig nach China reisen.

 

Es ist in diesem Kontext interessant, zu beobachten, wie die Münchner auf diese Ausnahmesituation reagieren. Statt in Frust auszuarten, finden in der ganzen Stadt kleine Oktoberfeste statt, bei denen sich eine kleine Anzahl von Menschen zusammenfindet und mal wirklich in jener Art und Weise beisammensitzt, wie es sonst immer beim „Prosit der Gmütlichkeit“ proklamiert wird. Statt für einen Liter Bier mehr als einen gewöhnlichen Stundenlohn auf die Theke zu legen, sich von Fahrgeschäften die letzte Maß Bier aus dem Magen pumpen zu lassen und stets darauf bedacht sein zu müssen, dass man diesen gesellschaftlich anerkannten Drogen-Exzess ohne Pöbelei und sexuelle Belästigung übersteht, besinnen sich die Münchner — so scheint‘s — auf das Wesentliche: das gesellige Beisammensein mit den eigenen Leuten, ohne den ganzen Firlefanz und ohne dass man sich mit hunderttausend unbekannten Anderen an einem Biertisch zusammenzwängt.

 

Theodor W. Adorno vertrat die Ansicht, es gäbe kein richtiges Leben im falschen. Die tragenden Säulen des falschen Lebens* kollabieren zusehends und an die Stelle des falschen Lebens tritt ein Leben, welches seinen ursprünglichen Charakter negiert, das Lebendige aus dem Leben tilgt."

 

*mein Zusatz: einem Leben wider der Gesetze der Natur.

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