Mein Werdegang

Als Zeytreysender biete ich meine Dienste auch in diesem Leben an.

 

Hier entlang edle Damen und prächtige Herren

 

Geboren wurde ich im Jahre 983 als Drittegeborener des Freyherrn Wolfgang von und zur Wartburg und seinem Weib Freyfrau Erika von und zur Wartburg in Germanien. 

 

Allein mit den Jahren wurde bewusst, dass ich den Geist meiner Großmutter mütterlicherseits geerbt zu haben schien. Stellte ich doch alles und jeden in Frage und ward manchem oftmals unbequem. Meine Großmutter, die den Namen Luisa trug und, bei  Wotan und  Fulla,  mit Sicherheit eine Tochter der Frigg war, stand mir stets zur Seite.

 

Als ich im heiratsfähigen Alter war, verstarb sie. Fortan war ich auf mich allein gestellt, da meine Eltern meine Brüder, nach den Göttern Thor (Thorsten) und Tyr (Tyrion) benannt, vorzogen und mir weniger wohl gesonnen waren.

  Auch meine Brüder schienen anderes als mein Wohl im Sinne zu tragen. So manchem Versuchten Gemeuchel der beiden entkam ich nur dank meines Einfallsreichtums, wie auch der Hilfe der Göttinen Frigg und Fulla, als auch der Unterstützung der Erdmutter Jörd.

 

Es war also für mich an der Zeit das Gut zu verlassen. Und so zog ich von dannen, um mich selbst zu finden. Der Weg des Druiden ward beschritten, wie sich alsbald zeigen sollte.

 

Als ich das 13te Lebensjahr vollendet hatte begab es sich, ich war inzwischen kräuterkundig geworden, dass ich Leif Eriksson, Sohn des Erik der Rote, der nun selbst in die Jahre gekommen war, das Leben rettete. Immer wieder fabulierte er, wie mir schien, während der Zeit der Heilung von einem Land tief im Norden, dass er entdeckt haben wollte. Vinland, Weinland, hätte er es genannt. Als er dann genesen war, stellte sich heraus, dass er tatsächlich davon überzeugt war, dass es sich so zugetragen hatte. Und ich glaubte ihm. Er war es denn auch, der mir riet zu eben diesen Vinland zu reisen, um dort von, wie er sie hieß, Schamanen, zu lernen. Und so folgte ich seinem Rat.

 

Während einer langen Reise, dem Wetter und der See trotzend, bezweifelten viele von uns inzwischen die Existenz dieses Landes. Doch trug es sich zu, dass die Überlebenden alsbald landeten und die Erde unter ihren Füßen küßten. Wir waren nur noch knapp die Hälfte eben jener, die einst mit fünf Schiffen aufbrachen. Und die Götter halfen mir jenen zu helfen wieder zu gesunden, die die Fahrt überlebten. 

 

Die Einheimischen vernahmen meinen Ruf als "weißer Schamane" und luden mich zu sich in ihre Gemeinschaft ein, um mich mit Schamanen der ihren austauschen und wechselweise lernen zu können. Über ein Jahr übte ich mich sodann in schamanischen Heilweisen

 

Mein Herz sagte mir hiernach, dass es an der Zeit war wieder in die Heimat zurückzukehren. Und trotz meines freundschaftlichen Kontaktes zu den Eingeborenen, waren meine Landsleute alles andere als beliebt. Was ob ihrer barbarischen Art alles andere als verwunderlich war. Ihnen mag zugesprochen werden, dass die Kraft ihrer Lenden und das Missen ihrer Weiber ein Großteil ihrer Greueltaten zur Ursache hatte. Was kein Anerkennen ihrer Taten darstellen soll!

 

So kam es, dass wir mit gerade noch genug Mannen um ein Schiff zu steuern von Vinland aus in See stachen. Wieder einmal mehr erlebte ich mich als Vertriebener. Diesmal ferner der Heimat als zuvor. 

 

Nach Monaten rauher See und schweren Wettern, die mancher von uns nicht überlebte, kam der Rest von uns, mehr oder weniger heil zu Hause an. Nur Odin und Frigg wissen, wie wir es mit so wenig Mannen schaffen konnten. Ein Wunder war es, gewiss!

 

Schnell erhielt ich Kunde davon, dass meine Brüder mich als tot glaubten und vernahm, dass sie selbst unter ihres Gleichen als Barbaren galten. Trotzdem oder auch wegendem zog es mich nach Haus. Was mir jedoch alles andere als Anerkennung einbrachte. Sie vertrieben mich abermals und brandmarkten mich zu dem als einen Geächteten.

 

So blieb mir nichts anderes als das Land widerum zu verlassen. Meinem Talent folgend pilgerte ich gen Osten. Mein Ruf als Heiler, ich selbst sehe mich als Heilhelfender, eilte mir voraus. Und so begab es sich, dass ich vielerlei Kontakte zu anderen, die sich Heiler nannten, bekam und abermals viel erlernte.

 

Nach einigen Jahren des Lernens, des Pilgerns und des Heilhelfens erkannte ich, bei aller Kraft der Steine und Pflanzen, dass die wohl wirkungsvollste Medizin jene ist, bei welcher der Mensch mit dem Menschen in körperlichen Kontakt kommt. Die Leybkneterei wurde so dann zur Grundlage meines Heilhelfens. Unterstützend hierbei ist es, wenn neben dem Kneten und Streichen auch das Wohlwollen und die Zuneigung zugegen sind, damit das Leid sowohl auf körperlicher, als auch auch auf der Herzensebene Erlösung finden kann. 

 

Ich kam sowohl in die Gunst der Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin, wie auch des Buddhismus gewahr zu werden und machte, wie es meiner Natur entspricht auch hier zu eigen, was ich für mich und jene die mich aufsuchen als nützlich erachtete. 

 

Hier auch erhielt ich denn auch, von einem buddhistischen Yogi, wie weise Menschen dort genannt werden, den Namen, unter dem ich heute bekannt bin. Brahmaswarup. Der Name bedeutet so viel wie "der der weiß, dass er weder Körper noch geist ist." und sagt ehedem wohl aus, warum ich mit so manchem meiner Mitmenschen eher wenig zu bereden habe, da so mancher davon doch eher, ich nenne es einmal unbefangen, in den Tag hinein lebt

und froh ist genug zum Leben zu haben, als dass er sich über

Solcherlei Gedanken machen mag.

 

Vor einiger Zeit begab es sich dann, dass ein Bote zu mir kam, der mich, wie er vorgab, im Auftrage meines Bruders Thorsten seit Jahren suchte, um mir nun endlich vortragen zu können, dass mein Bruder Tyrion bei einer Plünderung gefallen und mein Bruder Thorsten im Sterben läge. Da beide keine Söhne als Nachfolger hätten, drohe der Familienbesitz verloren zu gehen und Thorsten ersuche mich nach Hause zu kommen.

 

Was konnte ich tun? Was wollte ich tun? Die Pflicht des familären Bandes gebot dem Gesuch Folge zu leisten. Zum zweiten Mal kehrte ich nach Monate langer Reise in mein Geburtsland zurück. Mein Bruder war indes verstorben. Und da ich wenig von Besitz, viel jedoch von Freiheit halte, bat ich eine Freundin, Sonja, meiner Schwester im Herzen, sich des Guts und der Ländereien anzunehmen, sie redlich und also den Menschen, den Tieren, den Pflanzen, sprich der Natur zum Wohle, zu führen.

 

Ich selbst, inzwischen verheiratet mit der holden Beate und auch Vater von drei Söhnen, wie auch einer Tochter, ziehe es vor durch die Lande zu reisen und jenen zu helfen, die meiner Hilfe bedürfen.  Gleichwohl, ob nun auf Reisen, während derer mich mitunter auch meine Lieben begleiten, oder meiner Aufenthalte Zuhause, stets erfreue ich mich derer, die im Einklang mit der Natur leben. Gibt es für mich doch kein hereres Zeil, als den Weg des Menschen als Diener des Menschen, als Mittler zwischen den Arten und als Diener der Natur. Also wandle ich weiter als reisender Heilhelfer, der sich in Liebe und Wohlwollen jenen zuwendet, die sich im anvertrauen. Nicht zuletzt zu Ehren meiner Großmutter Luisa, Tochter der Göttin Frigg.

 

Ich danke euch, für eure Aufmerksamkeit und freue mich schon bald auch Euch und euren Freunden dienlich sein zu können.

 

Bis dahin gehabt Euch wohl!

Braswa